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Bürgerinitiative, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Sophienhof, Windkraftanlagen

Kaum ein Neustrelitzer wisse, dass in Sophienhof bei Neustrelitz bis zu sechs Windkraftanlagen gebaut werden sollen. Dies könne man auf der Seite des Regionalen Planungsverbandes Mecklenburgische Seenplatte nachlesen, teilt die Bürgerinitiative „Lebenswerte Seenplatte“ mit. Das Vorranggebiet Nr. 102 „Neustrelitz“ hat eine Größe von 51 ha und ist nachträglich auf die Liste gekommen, da der Horstschutzzeitraum für einen dort ansässigen Greifvogel abgelaufen sei.
Die Bürgerinitiative hat sich die Mühe gemacht und visualisiert, wie die Windräder vom Zierker See aus sichtbar wären. Obwohl diese vom Bootshaus aus mehr als drei Kilometer entfernt stehen würden, stocke einem der Atem, wenn man sehe, wie groß und einnehmend die Windkraftanlagen den Blick auf den See prägen werden. Auch vom barocken Schlossgarten aus würden die 250 Meter hohen Windräder sichtbar sein.
Alle Bürger, die mit diesem Plan nicht einverstanden sind, haben nur noch bis zum 12. Dezember Zeit, um ihre persönliche Stellungnahme bzw. einen Widerspruch gegen diesen Plan an den Regionalen Planungsverband Mecklenburgische Seenplatte zu senden. Für weitere Informationen ist auch die Homepage der BI www.lebenswerte-seenplatte.de zu empfehlen.
Informationsveranstaltung in Röbel
Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Entwurf der Teilfortschreibung zu Windenergiegebieten findet am 2. Dezember um 17 Uhr in Röbel (Begegnungs- und Grundschulzentrum „Werner Schinko“, Schulstraße 20) eine weitere öffentliche Informationsveranstaltung des Planungsverbandes statt, die der Vorstellung des Planentwurfs und der Beantwortung von Fragen dienen soll. Die Veranstaltungen richten sich an die Einwohnerinnen und Einwohner des gesamten Landkreises sowie an die interessierte Fachöffentlichkeit.

Sehr geehrter Herr Gross, lieber Strelitzius!
Vielleicht ist jemand aus Ihrer großen Leserschaft in der Lage, rasch eine Petition zu erstellen, die dann von sehr vielen Gegnern dieser Windkraftanlagen in Sophienhof unterschrieben werden könnte?
Wir sind Ihre treuen Leser von Anfang an und sehr dankbar für Ihre unermüdliche Recherche und die vielen hilfreichen und interessanten Informationen, die wir jeden Tag entgegennehmen dürfen.
Mit dankbaren Grüßen
Regina und Eberhard Jahns
Ich würde mich um Rat an die BI „Lebenswerte Seenplatte“ wenden. Den Link finden Sie im Beitrag. Hier der Kontakt:
Telefon: 0160/6109884, E-Mail: info@lebenswerte-seenplatte.de
Ist für interessierte Bürger seit der letzten Veröffentlichung des Planungsverbandes bekannt. Auch die Tageszeitung wurde schon angeschrieben, ohne große Resonanz! Nun die ersten Bilder, wie es möglicherweise aussehen wird. Ich hoffe sehr, dass nun viel mehr Bürger aufwachen und Widerspruch einlegen! Es gibt dann wirklich kaum noch eine Gegend ohne diese Anlagen, die unsere Natur zerstören.
Wenn die Zeichnung einigermaßen Perspektive berücksichtigt, sind die Windräder also Kilometer weit hoch und haben hunderte von Metern an Rotorblättern? Sind wir zufällig 200 Jahre in die Zukunft gereist oder seit wann ist so was technisch möglich, denn selbst Offshore Anlagen sind weit weit weg von diesen Dimensionen. Oder etwas weniger sarkastisch: Es wäre schön, wenn nicht der Meinungsmache zuliebe die Wahrheit komplett zurechtgebogen würde
Vielleicht kann sich die Bürgerinitiative zu diesem Vorwurf noch einmal äußern, mir fehlt da die Expertise.
Wir von der BI Lebenswerte Seenplatte haben den Versuch einer Visualisierung gemacht und diesen in unserem Whatsapp-Kanal veröffentlicht. Dabei sind wir von den modernen Bauhöhen zwischen 250 bis 290 m ausgegangen. Kleinere Windräder würden auch kleiner wirken. Letztendlich wollen wir nur zeigen, wie deutlich und nachhaltig sich unsere Landschaft verändern wird. Im Beitrag des Strelitzius-Blog sind auch nur Teile unserer Darstellung wiedergegeben worden. Aus verständlichen Gründen. Wer sich weitergehend informieren will, kann gerne unseren Kanal besuchen: https://whatsapp.com/channel/0029VaWqBslIiRooUD1I2w32
Manche wollen keine Windräder, keine großen Flächen für Solarenergie, aber einen Kühlschrank, einen Herd, eine Waschmaschine, einen Fernseher, Licht. Ein Atomkraftwerk würde sich an dieser Stelle als Alternative sicher viel besser machen, um unseren steigenden Stromverbrauch zu decken, nicht wahr? Wer gegen Windräder ist, ist nochmal für was genau – Atomkraft, Kohlekraftwerke oder Gaskraftwerke, aber dann bitte bei anderen vor der Haustür, nicht hier, oder?
Denkt bitte über Euren eigenen Tellerrand hinaus. Bevor man gegen eine Lösung ist, überlegt man sich besser erst einmal konstruktive Alternativvorschläge.
Ich hätte nichts gegen diese oder andere Windräder in unserer Region.
So einfach ist es eben nicht. Wenn jemand gegen Windräder in seiner direkten Umgebung in unmittelbarer Nähe des Müritz-Nationalparks Einwände hat, ist das sein gutes Recht. Denn es gibt viele gute Gründe dagegen. Mit diesem Recht kann man seit dem 13.10.2025 seine Stellungnahme gegen den Planentwurf zur Ausweisung von Vorrangflächen im LK MSE einreichen. Das tun im LK MSE derzeit sehr viele Menschen, nur in Neustrelitz nicht, denn dort wurden die Einwohner nicht von Ihrer Kommune über den Stand der Dinge informiert. In den von der Planung betroffenen Gemeinden rundum ist das Thema schon seit zwei Jahren auf der Tagesordnung.
Nun hat der Bürgermeister von Neustrelitz als Mitglied des Planungsverbandes für den Entwurf und damit auch für die Ausweisung des Gebietes 102, um das es hier geht, gestimmt. Und damit den Beschluß mit auf den Weg gebracht. Nun wäre es einerseits seine Pflicht gewesen, seine Bürger über dieses Vorranggebiet, das in der Vorplanung nicht als Potenzialfläche enthalten war, zu informieren und zur Stellungnahme zu ermutigen. Andererseits verwundert die Verschwiegenheit umso mehr, wenn er doch so überzeugt davon ist, dass er seinen Neustrelitzern nur Gutes damit tut.
Es geht also gerade nicht um das Für und Wider von Windrädern als Energiegewinnungstechnologie. Es geht um die Einhaltung und Förderung eines demokratischen Prozesses, nämlich der Öffentlichkeitsbeteiligung am Planungsverfahren und der in dem Zusammenhang oft zitierten aber in diesem Fall nicht vorhandenen Transparenz.
Das eigentliche Problem liegt doch ganz woanders: Erneuerbare Energien sind nun mal oft nicht dann verfügbar, wenn man sie gerade braucht. Sie liefern auch keine verlässliche Grundlast. Wenn viel Wind oder Sonne da ist, entsteht ein Überangebot – diesen Strom verkaufen wir dann billig an unsere Nachbarländer. Später, wenn Wind und Sonne fehlen, müssen wir teuren Strom wieder zurückkaufen.
So ergibt das System einfach keinen Sinn: Erneuerbare werden vielerorts planlos und „irgendwo“ gebaut, ohne dass die Infrastruktur, die Netzstabilität oder der tatsächliche Bedarf vor Ort berücksichtigt wird. Es wäre sinnvoller, Erzeugung und Verbrauch viel gezielter zusammenzubringen – also erneuerbare Anlagen dort zu errichten, wo sie wirklich gebraucht werden, und wo sie das Netz sinnvoll unterstützen.
Die Darstellung ist realistisch! Ich habe sie selbst nachvollzogen. Wären die Windräder „Kilometer weit hoch“, dann würden sie weit über den Bildrand hinausragen. Manchmal ist die Wahrheit eben erschreckend.
Kein Mensch braucht diese Windkrafträder, die verschandeln unsere wunderschöne Landschaft. Es ist eine Schande, an sowas überhaupt zu denken.
S. Lange
Die Größe der Windgeneratoren ist durch Abstandsmessung (siehe Karte dbzgl – Planungsverband Mecklenburgische Seenplatte) und der Höhe der geplanten Windräder (268 m…. – Fernsehturm Berlin hat 185 m) erstellt worden.
Auf der Netzseite Gegenwind-Seenplatte findet sich die Möglichkeit, mit einem „GegenwindGenerator“ Einsprüche zu verfassen, die sie aber auch – natürlich – selbst verfassen können. Wichtig dabei ist, das Gebiet (Nummern) und Ihren Namen zu nennen.
Auch eine bundesweite Petition ist dort zu finden. Weitere Informationen zu den Risiken finden sich ebenso – u.a. in den Videos. Bis zum 12.12. läuft die Einspruchsfrist…
Derzeit plant die BI eine Informationsveranstaltung in Neustrelitz, da der Planungsverband dies nicht vorhat…
Viele wissen, dass der Berliner Fernsehturm über 300 m hoch ist – 368 m sogar. Sie suggerieren hier, die Windräder wären deutlich größer, was nicht stimmen kann.
Oh, ja. stimmt.
(sorry – war keine Absicht!!!)
Der Fernsehturm ist 368 m hoch.
Das heißt, die Windräder sind 100 m kleiner….
Vielleicht tröstet das manchen, das sie sich dafür bewegen können???
Bitte, beschäftigt euch mit den Erosion der Windräder, dem PFAS und deren Auswirkungen auf die Ernährung von Mensch und Tier sowie auch Eintrag in die Trink- und Grundwasser- Ressourcen. PFAS in Wildschweinleber bzw. PFAS auch in Fischen der Nord- und Ostsee nach Untersuchungen von Greenpeace.
In Mecklenburg-Vorpommern stehen die größten und leistungsstärksten Windräder Deutschlands. Diese Anlagen könnten viel Strom liefern – aber in vielen Gebieten fehlen die Leitungen, um diesen Strom überhaupt abzutransportieren.
Windräder werden in zwei bis drei Jahren gebaut. Neue Stromleitungen brauchen zehn bis zwölf Jahre. Dadurch stehen viele Windräder jahrelang ohne Netzanschluss mit ausreichender Kapazität da.
Die Folge: Sie müssen oft abgeschaltet oder gedrosselt werden. In solchen Gebieten können 40 bis 80 % der möglichen Strommenge gar nicht eingespeist werden.
Der Betreiber bekommt das Geld trotzdem – aber nicht für gelieferten Strom, sondern als Entschädigung. Und diese Entschädigungen zahlen die Stromkunden über höhere Netzentgelte.
Das heißt: Regionen mit viel Wind, aber wenig Netz – wie MV – zahlen am Ende überdurchschnittlich hohe Stromkosten, obwohl hier der meiste Windstrom erzeugt werden könnte.
Worum geht es also? Offensichtlich geht es nicht darum, dass etwas funktioniert. Denn das muss es ja nicht. Es soll Geld bringen, und das tut es. Für Investoren, Betreiber und Verpächter. Alles gesetzlich geregelt.
Aber was ist dann mit der Geschichte, dass wir damit die Welt retten?
TLDR: Die Darstellung der Windkraftanlage ist zu hoch. Müsste man um 1/3 stutzen.
Ob die dargestellte Höhe korrekt ist, lässt sich leicht überschlägig berechnen. Bei einer Nabenhòhe von 250 m und einer angeblichen Mindestentfernung von 3 km kann uns der Tangens weiterhelfen. Gegenkate durch Ankatete ist: arctan(250/3000)*180/Pi. Nach Adam Riese ergibt es einem Winkel von keinen 5 Grad.
Im Bild Nr. 2, welches auf die Kirche in Zierke gerichtet ist, kann man grob davon ausgehen, dass zwischen der linken und der rechten Bildkante grob ein Winkel von 90 Grad vor liegt. Das würde auch dem entsprechen, was eine klassische Smartphonecamera mit meist 27 mm Brennweite sein könnte. Das Bild ist 1600 Pixel breit und wenn man das dann per 3Satz auf 1Grad runterbricht kommt man auf 18 Pixel pro Grad Verdrehung. Da Linsen Horizontal und Vertikal in etwa gleich gekrümmt sind kann man überschlägig folgende Berechnung anstellen: Wenn man sich die Mühe macht und auf dem Bild die Narbenhöhe nachmisst, ist diese keine 140 Pixel hoch.
140 Pixel durch 18Pixel/Grad = 7,8 Grad
Wenn man das jetzt ins Verhältnis (7,8/5=1,56) setzt würde ich sagen, dass die Darstellung der Windkraftanlage ca. um EIN DRITTEL GEKÜRZT werden müsste, damit wir in realistisch korrekte Bereiche gelangen. Mal davon abgesehen, dass die Annahmen hier alle sehr konservativ sind, müsste es realistisch schlimmer sein, als hier dargestellt. Ich wünsche viel Spaß beim Nachrechnen.
Die Zweifel in den Kommentaren haben uns dazu bewogen, die Realitätsnähe unserer Darstellung mt KI zu prüfen. Das Ergebnis haben wir nun in unserem Whatsapp-Kanal veröffentlicht:
https://whatsapp.com/channel/0029VaWqBslIiRooUD1I2w32
Da wir in den Kommentaren keine Fotos veröffentlichen können, bitten wir die Interessenten, den Kanal über den oben eingefügten Link zu besuchen. Das Ergebnis bestätigt den optischen Eindruck, den unsere mit Handarbeit erstellte Visualisierung macht. Wir haben auch die Datenbasis veröffentlicht, mit der ChatGPT gerechnet hat.
Wir möchten an dieser Stelle noch einmal feststellen, dass es uns keinesfalls um Stimmungsmache geht. Vielmehr wollen wir die Menschen auf die Sache an sich aufmerksam machen. Offensichtlich ist das Anliegen nicht unnötig, denn viele sind uns dafür dankbar.
Im Namen der BI Lebenswerte Seenplatte
Andreas Blohm
Ich bin sehr beeindruckt von der Diskussion und den Berechnungen zu Höhenverhältnissen der vorhandenen und geplanten Windräder und Fernsehtürmen. Allerdings wäre es für die Natur bzw. die Menschheit weitaus sinnvoller, genaue Überlegungen und Berechnungen anzustellen zu Vor-und Nachteilen, Kosten und Nutzen dieser Art von Energiegewinnung.
Ich denke da an die Ressourcen und Emissionen von der Rostoffgewinnung zur Herstellung, den Herstellungsprozess selbst, die Transporte, die Errichtung, die Unterhaltung bis hin zur Entsorgung bei bisher nicht vollständig geklärter Möglichkeit des Recyclings.
Adam Ries hätte evtl. mit einer Vor- und Nachteilrechnung so seine Probleme, mit der Errechnung der Dividende der Windkraftkonzerne garantiert nicht.
Vielen Dank für den Artikel. Können Sie bitte die Quellen für die bis zu 6 Windräder mit einer Höhe von 250 m wie im Artikel angegeben veröffentlichen? Wir können das im Internet nicht finden.
Vielen Dank!
Am besten direkt an die BI wenden, da gibt es ein Kontaktformular.
https://www.lebenswerte-seenplatte.de/