Schlagwörter
Berlin, Festveranstaltung, Handwerkskammer, Illegalität, Jubiläum, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Runge, Unternehmer
Kurz vor seinem Betriebsjubiläum hat der Neustrelitzer Unternehmer Hauke Runge Post von der Handwerkskammer Berlin erhalten. Darin wurde ihm mit Zustellungsurkunde mitgeteilt, dass er als Nichtmitglied der Kammer quasi seit 20 Jahren sein Handwerk illegal in der Bundeshauptstadt ausübe. Weiter wurde ihm mitgeteilt, dass das zur Schließung seiner Niederlassung führen könnte. „Über Arbeitsplätze wurde gar nicht erst gesprochen“, so Runge, Mitglied der Handwerkskammer Mecklenburg-Vorpommern, vor den Gästen der Festveranstaltung am Freitag in der Neustrelitzer Orangerie (Strelitzius berichtete).
„Ich habe als Illegaler ausgebildet, Gewerbesteuer, Lohnsteuern, Umsatzsteuer, Körperschaftssteuer, Krankenkassenbeiträge, Löhne, Fahrzeuganmeldungen 20 Jahre in Berlin bezahlt.“ Er habe dann angefragt, ob er in Zeiten, in denen es wenig zu lachen gebe, auf seiner Festveranstaltung den Inhalt des Schreibens der Berliner Handwerkskammer zum Besten geben dürfe. Damit solle er vorsichtig sein, so der Rat am Telefon, das könnte nach hinten losgehen, indem sich seine Auftraggeber von ihm abwenden, so Runge. Spätestens da habe er es seinen Festgästen erzählen müssen.
Selbstverständlich sei inzwischen alles geklärt und er als Unternehmer nun „Diener zweier Herrn“. Die Entbürokratisierung sei also im vollen Gang.

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