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In der Ausstellung kam Bernd Kerkin mit Susanne Schön, der Vorsitzenden des Vorstandes der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz, ins Gespräch. Foto: Sparkasse

 In der Galerie der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz sind derzeit 20 Arbeiten aus dem 32 Werke umfassenden Bilderzyklus „Korfu-Funde“ von Bernd Kerkin aus dem Jahr 2024 zu sehen. Der Künstler arbeitet konsequent in Zyklen, was ungewöhnlich ist. Alle Werke eines Jahres sind stilistisch einheitlich in einer Serie umgesetzt. Den in der Sparkasse gezeigten Arbeiten liegen Artefakte aus dem Archäologischen Museum in Korfu zugrunde. Einige der Objekte sind auf 6000 Jahre vor Christus datiert. Sie wurden direkt vor Ort skizziert und bilden die Grundlage für größere Gouachen und Federzeichnungen.

Im mecklenburgischen Atelier erfolgt die Umsetzung auf Leinwand – beginnend mit großen Formaten, übergehend zu mittleren bis hin zu ganz kleinen. Die Hängung in der Sparkasse spiegelt diesen Ablauf: hier sind die Werke ungewöhnlicher Weise der Entstehung nach – also von groß nach klein präsentiert. Auch wenn die Leinwände ob der verschiedenen Größe eine andere Wirkung entfalten, so ist ihnen doch allen die strenge Beschränkung auf die jeweiligen Objekte und die Absenz von Farbe eigen.

Vom rein weißen Untergrund  erheben sich die Jahrhunderte oder Jahrtausende alten Gebrauchsgegenstände in minimalistischem Schwarz, gelegentlich von einem Braunton  begleitet. Mit einer ungewöhnlichen Struktur versehen, die durch aufgetragene Erde entsteht, werden die Dinge aus Kontext und Zeit enthoben, bewahren sich dabei jedoch ein zeitloses Eigenleben, das aber immer den Abdruck der Vergangenheit in sich trägt und ab und an wie magisch beseelt vor den Augen des Betrachters zu schweben scheint.

Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Oktober in der Galerie der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse in Neustrelitz, Strelitzer Straße 27 zu sehen. Seit über 30 Jahren zeigt die Sparkasse in den Ausstellungen, welch kreatives Potential es in unserer Region gibt. Mehr als 100 Expositionen haben seither Kunstkenner und Kunstfreunde in die Galerie des Hauses geführt.