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Zum fünften Mal wurde heute der Sonderpreis „Sport statt Gewalt“ vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern (LfK M-V) in Kooperation mit dem Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern verliehen. Seit 2020 werden Sportvereine aus Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet, die sich über ihre eigentliche sportliche Tätigkeit hinaus in besonderer und nachahmenswerter Weise auch um die Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt und Kriminalität verdient machen.

Staatssekretär Wolfgang Schmülling: „Sportvereine stehen in unserem Land ganz oben als gesellschaftlicher Integrationsfaktor, gerade auch für unsere Jugend. Sporttreiben in der Gemeinschaft und im Verein vermittelt Orientierung, Bindung, Toleranz, fairen Umgang und Akzeptanz von Regeln. Sportangebote haben darüber hinaus auch eine gewaltpräventive Wirkung, denn sie vermindern Gelegenheitsstrukturen für Jugendgewalt und sie stärken die Persönlichkeit.“

Landessportbund Präsident Andreas Bluhm unterstreicht die Worte des Staatsekretärs: „Gerade in einer Zeit, in der soziale Spannungen zunehmen und Orientierung oft fehlt, bieten unsere Vereine jungen Menschen Halt, Werte und ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Die Auszeichnung heute zeigt einmal mehr, wie wichtig die Arbeit der vielen engagierten Ehrenamtlichen im Sport für ein friedliches und respektvolles Miteinander ist.“

Enge Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung

Die sieben Preisträger erhalten eine Anerkennungsurkunde und jeweils eine Geldprämie in Höhe von 700 Euro. Darunter ist auch der TSV Friedland 1814. Mit ihm wird der älteste Sportverein Deutschlands ausgezeichnet. Er steht allen an sportlicher Betätigung Interessierten offen. Zur Erreichung seiner Ziele arbeitet der Verein eng mit den politischen Verantwortlichen, mit den Verwaltungen in Stadt, Kreis und Land zusammen.

Als Mitglied im Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern bekennt sich der Verein in seiner Satzung klar zu den Werten Fairness, Toleranz, Demokratie und Gewaltfreiheit. Jegliche Form von Gewalt, Intoleranz und Rassismus wird entschieden abgelehnt. Besonders hervorzuheben ist das außergewöhnliche Engagement des Vereins im Bereich der Integration. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund treiben hier gemeinsam Sport – ohne Unterschiede und Barrieren.

Kontakte zu Schulen und Kindergärten

Der Verein leistet im Rahmen seines sozialen Engagements präventive Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und pflegt deshalb enge Kontakte zu den Schulen und Kindergärten (gemeinsame Aktionen im Rahmen „Schule und Verein“, „Kindergarten und Verein“, „Sport statt Gewalt“, „Bewegte Kinder“, „Kinder- und Jugendspiele“).

Der Erziehung der Sportler*innen dient vor allem die Aktion „Für Toleranz – gegen Gewalt im Fußball“ und eine Kooperationsvereinbarung mit dem Polizeirevier Friedland.

Auch auf gesellschaftlicher Ebene übernimmt der TSV Friedland 1814 e.V. Verantwortung. Als aktives Mitglied im Kommunalen Präventionsrat der Stadt engagiert er sich nachhaltig für Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität in Friedland und der Umgebung. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt sowie Partnern wie dem AFZ e.V. (Ausbildungsförderzentrum) werden Initiativen umgesetzt, die das soziale Miteinander stärken und einen wertvollen Beitrag zur Gewaltprävention leisten.