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74 Firmen werden heute von der Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern für ihre hohe Qualität der beruflichen Ausbildung mit dem Titel „TOP Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet. Diese Ehrung nimmt der Präsident der Industrie- und Handelskammer, Krister Hennige, gemeinsam mit Landes-Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank sowie Katrin Herzberg, IHK-Vizepräsidentin, heute Nachmittag vor.

Präsident Hennige wird in seiner Rede die Ausbildungsunternehmen mit den Worten würdigen: „Sie sind es, die den jungen Talenten Raum zum Wachsen geben. Sie vertrauen, fordern, fördern und bleiben dabei oft im Hintergrund. Doch ohne Sie gäbe es keinen Start. Kein berufliches Fundament. Keine berufliche Handlungsfähigkeit, die weitergegeben wird. Keine Werte, die erhalten bleiben. Keine Perspektive für eine neue Generation. Und Sie zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig bedingen.“

Mit Blick auf die künftige berufliche Ausbildung in der Region richtet Krister Hennige einen Appell an die Landespolitik: „Wir fordern von der Landesregierung klare politische Entscheidungen, wenn es darum geht, dass die Berufsschulstandorte gesichert werden – gerade im ländlichen Raum. Die Mindestschülerzahlen für Eingangsklassen müssen aufgehoben werden. Die Unterrichtsversorgung muss sichergestellt werden– mit mehr Lehrkräften und weniger Ausfall. Und drittens geht es darum, dass die Digitalisierung in den Beruflichen Schulen vorangebracht wird und damit Berufsschule vor Ort gesichert ist – nicht nur in Konzeptpapieren.“

Um den Titel „IHK TOP-Ausbildungsbetrieb 2025“ konnten sich alle Ausbildungsbetriebe bewerben, die mindestens seit fünf Jahren durchgehend in sehr guter Qualität in IHK-Berufen in der Region ausbilden. Die Betriebe mussten Fragen zu den Themengebieten „Ausbildungsorganisation im Unternehmen“, „Förderung von Auszubildenden“, „Berufsorientierung“ und „Umweltschutz, Nachhaltigkeit, digitalisierte Arbeitswelt, berufliche Perspektiven“ beantworten. Nach einem formalen Check der Bewerbungsunterlagen von Seiten der IHK Neubrandenburg zu Ausbildungszeiten oder Einhaltung von Gesetzlichkeiten sichtete eine unabhängige Jury die Einreichungen – und entschied über die Vergabe des Titels „TOP Ausbildungsbetrieb“.