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Foto: Peter Maiwald

Unter dem Motto „Wenn Menschen andere Wege gehen“ findet am 6. Juli um 9.45 Uhr in der Neustrelitzer Stadtkirche ein evangelischer Gottesdienst statt. NDR Info und WDR 5 übertragen am Sonntag live ab 10 Uhr. Angeschlossen ist MDR Kultur.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht das Gleichnis „Vom verlorenen Sohn“ – oder besser: von den verlorenen Söhnen. Denn nicht nur der jüngere Sohn, der seine Familie verlässt, gerät aus der Bahn, auch der Ältere verliert sich – in Bitterkeit und Groll. Der Gottesdienst spürt der bekannten biblischen Geschichte in ungewöhnlicher Form nach: In vier Monologen kommen die Figuren selbst zu Wort. Vater, Mutter und beide Söhne geben Einblicke in ihr Innenleben.

In seiner Predigt setzt Pastor Christoph Feldkamp die vier Perspektiven ins Verhältnis mit Blick auf Familien, auf die Gesellschaft und auf die Kirche, insbesondere die Kirchengemeinde „Strelitzer Land“, zu der auch die Stadtkirche in Neustrelitz gehört. Es gehe nicht nur ums Weggehen und Zurückkommen, sondern um das wieder gefunden werden, und um Versöhnung, die trotz aller Brüche möglich ist.

Torsten Harder eröffnet den Gottesdienst musikalisch mit einer Eigenkomposition über das Gleichnis vom verlorenen Sohn auf dem Cello. Er wird begleitet von Kantor Lukas Storch an der historischen Barnim-Grüneberg-Orgel. Auch die Singakademie Neustrelitz, die mit hoher Anzahl von Sängerinnen und Sängern vertreten ist, beteiligt sich, u.a. mit dem Werk „Das ist je gewisslich wahr“ von Heinrich Schütz (SWV 388), begleitet von Friederike Holdefleiß an der Truhenorgel. Die musikalische Gesamtleitung liegt bei Kantor Lukas Storch, der den Gottesdienst mit dem Rondo alla celtica von Hans-Andre Stamm ausklingen lässt.