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Foto: Bundesverband Mediation e.V.

Er will ans Meer, sie in die Berge. Schon bei der Urlaubsplanung prallen so unterschiedliche Wünsche aufeinander. Kleine Missverständnisse können sich schnell zu handfesten Konflikten entwickeln – sei es in der Familie, im Freundeskreis oder im Arbeitsumfeld. In solchen Situationen hilft nicht das Durchsetzen der eigenen Position, sondern der Blick auf die Bedürfnisse aller Beteiligten. Genau hier setzt Mediation an. In Deutschland, Österreich und der Schweiz findet wie immer am 18. Juni der Tag der Mediation statt. Mit diesem länderübergreifenden Aktionstag machen die Mediationsverbände auf die Vorteile von Mediation als wirksames Verfahren der Konfliktlösung aufmerksam.

Am Tag der Mediation zeigen zahlreiche Veranstaltungen, Vorträge und Aktionen, wie Mediation in der Praxis funktioniert und warum sie für unser Zusammenleben immer wichtiger wird. Die Mediatorinnen Heike Pähler, Mirow (Mitglied im Bundesverband Mediation e. V.) und Monique Gundermann, Neustrelitz (Mitglied im Bundesverband Mediation e.V. und Mitglied in der Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation e.V.) laden am 18. Juni, dem Internationalen Tag der Mediation ein, das Mediationsverfahren und die Rolle der Mediatoren kennen zu lernen. Sie finden beide Mediatorinnen in der Zeit von 16 bis 18 Uhr in den Räumen des Kulturquartiers Mecklenburg-Strelitz, Schloßstraße 12/13, in Neustrelitz. Dort haben Sie die Möglichkeit Fragen zu stellen, in einer kurzen echten und/oder szenisch dargestellten Mediation das Verfahren zu erleben. Sie werden auch erfahren, was Gewaltfreie Kommunikation bedeutet und wie sie Teil des Mediationsverfahrens sein kann.

Kommen Sie gern vorbei, seien Sie neugierig und gespannt. Die Mediatorinnen freuen sich auf Ihren esuch und Ihre Fragen. Und wenn Sie selbst eine Mediatorin/einen Mediator suchen, schauen Sie gern auf der Internetseite des Bundesverbandes Mediation e.V. (www.bmev.de) und der Internetseite der
Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation e.V. (www.bafm-mediation.de) vorbei.

Mediation unterstützt Menschen in allen Lebensbereichen dabei, auf der Basis von gegenseitigem Verständnis Konflikte konstruktiv und nachhaltig zu lösen – und so Streitigkeiten gar nicht erst eskalieren zu lassen. „Der Tag der Mediation ist eine großartige Gelegenheit, die Arbeit von Mediator:innen sichtbar zu machen und die Vorteile der Mediation bekannter zu machen“, betont Christian Hartwig, der erste Vorsitzende des Bundesverbands MEDIATION e. V. mit Sitz in Berlin. Auf der Kampagnenseite www.tag-der-mediation.international finden Interessierte Informationen über Veranstaltungen rund um das Thema Mediation. Seit 2013 gibt es diesen Aktionstag, um die Öffentlichkeit über Mediation in Theorie und Praxis zu informieren und die Streitkultur nachhaltig zu verbessern.

Warum Mediation?

Mediation bietet eine Vielzahl von Vorteilen: Konflikte können so schneller, kostengünstiger und nachhaltiger gelöst werden als in einem Gerichtsverfahren. Statt Sieger und Verlierer zu produzieren, entstehen Optionen, bei denen alle Parteien ihre Interessen und Bedürfnisse einbringen und berücksichtigen können. Das spart nicht nur Zeit und Geld, sondern trägt auch zu einem besseren Miteinander bei.

Wie funktioniert Mediation?

In einer Mediation arbeiten die Konfliktparteien freiwillig und eigenverantwortlich an einer Lösung. Unterstützt werden sie dabei von einem oder einer neutralen, allparteilichen Mediator:in. Diese schaffen einen vertrauensvollen Rahmen, moderieren den Austausch und helfen, gegenseitiges Verständnis zu entwickeln. Lösungen werden dabei nicht vorgegeben – sie entstehen durch die Beteiligten selbst. So wird gewährleistet, dass die gefundenen Vereinbarungen für alle tragfähig sind.

Wo kommt Mediation zum Einsatz?

Mediation ist vielseitig einsetzbar: In Familien – etwa bei Trennungen, Sorgerechtsfragen oder Erbstreitigkeiten – ebenso wie in Unternehmen, zwischen Teams oder bei Nachfolgeregelungen von Familienbetrieben. Auch Nachbarschaftskonflikte, Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern oder zwischen Verbrauchern und Unternehmen lassen sich häufig erfolgreich durch Mediation klären. Darüber hinaus wird Mediation bei Bauprojekten, in der öffentlichen Verwaltung, im Gesundheitswesen bei Arzt-Patient-Konflikten sowie im Strafrecht im Rahmen des Täter Opfer-Ausgleichs eingesetzt. Auch an Schulen und im interkulturellen Bereich spielt Mediation eine wichtige Rolle, um Verständigung über kulturelle Unterschiede hinweg zu fördern.

Der Bundesverband MEDIATION ist Europas größter Mediationsverband. Er gehört zu den ersten Mediationsvereinigungen in Deutschland und setzt sich seit seiner Gründung im Mai 1992 für die Verbreitung und Weiterentwicklung der Mediation ein. Als interdisziplinärer Fachverband mit Sitz in Berlin vereint er heute mehr als 3.000 Mitglieder aus allen Bereichen der Mediation. Seine Ziele sind die Förderung der Verständigung in Konflikten und die Etablierung der Mediation als anerkannte Methode der Konfliktlösung.