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Alte Kachelofenfabrik, Conradt, Fabrik.Kino 1, Jubiläum, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz

Nachdem ein Filmklub seit 1993 das „FABRIKKINO“ mit jeweils drei oder vier Vorstellungen pro Woche in der alten Schlosserei in Neustrelitz betrieben hatte, wurde am 19. Mai 2000 zusätzlich ein täglich spielendes Programmkino im Kulturzentrum Alte Kachelofenfabrik in Neustrelitz eröffnet. Also auf den Tag genau vor 25 Jahren.
Das bis dahin alleinige „FABRIKKINO“ wurde in „Fabrik.Kino 2“ umbenannt und das in der größeren ehemaligen Glasurstube untergebrachte Programmkino als „Fabrik.Kino 1“ geführt. Dieses bietet seither – zusätzlich zum Fabrik.Kino 2 – in der Regel zwei verschiedene Filme täglich in zwei Abendvorstellungen an.
Das Fabrik.Kino1 ist Mitglied in der „AG KINO – Gilde deutscher Filmkunsttheater“ und damit Teil einer weltweiten Bewegung von KinomacherInnen, die sich der Filmkunst verpflichtet fühlen und in genau ausgesuchten Filmprogrammen sich für das Kino als Kulturort der Begegnung und Impulsgeber für das Nachdenken über gesellschaftlich relevante Themen einsetzen. Das Fabrik.Kino 1 wurde seit seinem Bestehen jährlich mit dem Kinoprogrammpreis des Bundes und seit dem Bestehen des „Kinokulturpreises MV“, also seit sechs Jahren, zusätzlich mit diesem Preis des Landes MV für sein „hervorragendes Jahresprogramm“ ausgezeichnet. Im letzten Jahr sogar mit dem „Spitzenpreis für das beste Jahresprogramm“.
4.500 Filme in 1.250 Wochen
Konkret heißt „25 Jahre Programmkinoarbeit“ das Entwickeln von 300 Monatsprogrammen mit ca. 4.500 Filmen in 1.250 Wochen. In jeder dieser Wochen müssen vier Schaukästen mit den aktuellen Filmplakaten und Informationen zu den Filmen bestückt, müssen sechs Plakatwände im Außenbereich des Kinos und sechs weitere im Innenbereich mit den aktuellen Filmplakaten versehen werden. Mindestens 4.500 Telefonate oder Mails waren notwendig, um die Filme zu bestellen, und genau so viele Filmabrechnungen wurden getätigt. Für jedes Monatsprogramm müssen die Filme sorgfältig ausgewählt und für jeden Film kurze Texte/Inhaltsangaben ausgesucht werden.
In den letzten 300 Monatsprogrammen wurde für jeden Monat ein „INTRO“ geschrieben, in dem das Monatsprogramm erläutert wurde. 300 Mal wurde ein Arbeitstag dafür verwendet, das Programmheft zu erstellen und die Internetseite zu pflegen. Dann wurden die Programmhefte gedruckt, danach an viele Einzelpersonen und Verteilstellen in der Region verschickt und an verschiedenen Orten der Stadt ausgelegt. Es braucht einen Filmvorführer, MitarbeiterInnen für jede Vorstellung an der Abendkasse, eine Mitarbeiterin für die Filmabrechnungen und die Besuchermeldungen, die Annahme und den Versand der Filme, die Annahme der Werbematerialien, das Führen des Archivs usw. usw. Die Bewerbungen für die Kinoprogrammpreise müssen formuliert werden, genauso wie die monatlichen Pressemitteilungen.
Unzählige Gespräche mit FilmemacherInnen zu ihren Filmen, Fachdiskussionen mit ExpertInnen zu den verschiedensten Themen und Werkschauen bekannter RegisseurInnen wurden angeboten. Die „25 Jahre Programmkino“ machten also viel Arbeit, brachten aber auch viel Freude und ein dankbares Publikum. „Das alles musste nach 25 Jahren mal gesagt werden“, so Horst Conradt, Kinoleiter am Sandberg. „Wir werden weiterhin dafür arbeiten, dass in Neustrelitz ein konsequentes Filmkunst-Programm präsentiert wird und wir so einen Beitrag zur Bereicherung der regionalen Kultur leisten.“
Strelitzius gratuliert seinen Werbepartnern zum Jubiläum. Auf weiterhin gute Zusammenarbeit!
