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Die CDU/FDP Fraktion in der Stadtvertretung Neustrelitz bedauert, dass die Förderung für einen Teilbetrag zur diesjährigen Kunst- und Einkaufsnacht nicht bewilligt werden konnte. Die Entscheidung basiert jedoch auf nachvollziehbaren Gründen, heißt es in einer Mitteilung am Abend. „Der eingereichte Antrag wies erhebliche inhaltliche Mängel auf und ließ Zweifel an der ordnungsgemäßen und zweckgebundenen Verwendung der beantragten Mittel zu. Wer Fördergelder aus öffentlichen Haushalten beantragt, muss eine sachlich und rechtlich nachvollziehbare Grundlage liefern. Das ist ein Gebot der Fairness und der Verantwortung im Umgang mit Steuergeldern.“

Besonders irritierend sei daher die öffentliche Empörung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Daniel Priebe. In den sozialen Medien habe er lautstark die Entscheidung kritisiert. Dabei sei er bei der entscheidenden Sitzung des Ausschusses für Kultur und Tourismus nicht anwesend gewesen. Noch bemerkenswerter aus Sicht der CDU/FDP: Auch eine Vertretung habe Priebe nicht entsandt. „Damit fehlte ausgerechnet die Stimme, die das sprichwörtliche Zünglein an der Waage hätte sein können. Wer eine solche Verantwortung nicht wahrnimmt, sollte sich im Nachgang mit öffentlicher Empörung und unbelegten Vorwürfen zurückhalten.“

Statt Realität politische Dramatisierung

Noch befremdlicher sei es, wenn mit rhetorischen Zuspitzungen suggeriert werde, es stünde gleich das gesamte Theater oder die kulturelle Infrastruktur der Stadt zur Disposition. „Das hat mit der Realität nichts zu tun und dient lediglich der politischen Dramatisierung.“ Problematisch sei auch, dass sich Priebe nicht als Fraktionsvorsitzender äußert, sondern als „einfacher“ Stadtvertreter. Diese Trennung wirke konstruiert. Wer eine Fraktion führe, trage auch in der öffentlichen Debatte Verantwortung für Ton und Inhalt. Sich der Rolle des Fraktionsvorsitzenden zu entziehen, wenn es unbequem wird, sei weder glaubwürdig noch einem fairen politischen Stil angemessen.

Nicht minder fragwürdig sei die Einmischung von Johannes Arlt, SPD-Kandidat für das Amt des Landrates. Auch er kommentiere öffentlich, ohne über die Details des Vorgangs informiert zu sein. „Wer politische Verantwortung anstrebt, sollte sich vor öffentlichen Äußerungen zunächst mit dem tatsächlichen Sachverhalt befassen. Alles andere ist nicht nur unseriös, sondern schadet auch dem Vertrauen in sachorientierte Politik. Bedenklich wäre es, wenn er ernsthaft der Meinung ist, ein ungemäßer Umgang mit öffentlichen Geldern sei vernachlässigbar“, heißt es in der Erklärung.

Die CDU/FDP Fraktion stehe weiterhin klar zur Förderung kultureller Projekte in Neustrelitz. Gleichzeitig erwarte sie von allen Antragstellern, dass Sorgfalt und Vollständigkeit bei Förderanträgen selbstverständlich sind. Denn verantwortungsvolle Kommunalpolitik brauche keine lauten Töne, sondern Verlässlichkeit, Sachlichkeit und ein faires Miteinander.