
Meine Großmutter selig hat auf Hühnersuppe als Allheilmittel geschworen. Da will ich meiner Altvorderen auch auf keinen Fall widersprechen. Weltweit ist die Wunderwaffe bekannt, und das seit Jahrtausenden, wie Forscher herausgefunden haben. Aber eine Apfel-Sellerie-Suppe ist in diesen vergrippten Erkältungstagen auch nicht zu verachten. Prompt habe ich sie aufgetischt, Lob geerntet und für Wohlgefühl gesorgt.
Ein gutes Pfund Sellerie fand sich noch im Kühlschrank, ich habe die Restknolle geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten. Ebenso zwei entkernte Äpfel, wobei da die gute Schale dran blieb. Dann habe ich noch zwei Zwiebeln gewürfelt und alle Teile mit 30 Gramm Butter in einem Suppentopf bei mittlerer Hitze fünf Minuten angedünstet. Schließlich habe ich einen Liter Gemüsebrühe zugegossen, das Gericht aufgekocht und wieder bei mittlerer Hitze eine halbe Stunde köcheln lassen.
Nun schlug die Stunde des Pürierstabes. Nach seinem Einsatz wurden noch 200 Milliliter Kochsahne und 200 Gramm Schinkenwürfel zugefügt. Nochmals aufkochen, salzen und pfeffern und die Suppe auftischen. Zum Überstreuen eignen sich Röstzwiebeln, gebratene Croutons, auch Sonnenblumenkerne oder Cranberries. Dazu habe ich mir ein paar Paprika-Chips gegönnt. Guten Hunger, Ihr werdet den Eintopf zu loben wissen. Und, möge er nützen!

