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Amt, Kahl, Leitende Verwaltungsbeamtin, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow, Ruhestand, Verabschiedung

Die langjährige Leitende Verwaltungsbeamtin der Mecklenburgischen Kleinseenplatte Karola Kahl ist am Vormittag in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden. Bei aller Wehmut über ihr Ausscheiden nach fast 35 Jahren Verwaltungstätigkeit in Mirow, darunter 18 Jahre als Leitende Verwaltungsbeamtin, war es trotzdem ein vergnüglicher Termin im Amtsgebäude an der Breitscheidstraße in Mirow, zu dem die Gastgeberin mit dem ihr eigenen Vortragstalent maßgeblich beigetragen hat. Sie ließ ihr Leben vom unerfüllten Wunsch Zahnärztin zu werden bis zum heutigen Tag unterhaltsam Revue passieren und erntete manches Schmunzeln.
„Es waren aufregende Zeiten, aber wir haben sie immer gemanagt“, blickt die Starsowerin zurück. „Und was man einmal gut gemacht hatte, das hatte man dann wieder und wieder auf dem Tisch“, spielte Karola Kahl unter anderem auf ihre Aufgaben bei der Durchführung von Wahlen an. „Ich habe viele Bürgermeister kennengelernt, viele Stadtvertreter, und es war stets ein angenehmes Arbeiten, auch wenn es hier und da mal Reibereien gab. Das ist normal. Alles andere wäre auch ein bisschen langweilig.“
Und es gebe Unterschiede zwischen Politik und Verwaltung, die werde es immer geben. Verwaltung müsse sagen, „nur so geht es“, natürlich im gesetzlichen Rahmen. Mit einem „Man sieht sich“ an die Anwesenden schloss Karola Kahl ihren Vortrag. Sie habe jetzt eigentlich auch keine Zeit mehr, sie müsse reisen, viel lesen und ihre Enkel betreuen. Kurzum: Sie freue sich auf ihren Ruhestand.
Amtsvorsteher Manfred Giesenberg, Bürgermeister von Priepert, stellte heraus, dass die von ihr entscheidend geprägte Verwaltung mit Karola Kahl eine auch über die Amtsgrenzen hinaus „sehr wertgeschätzte“ Leitende Verwaltungsbeamtin verliert. „Dein beruflicher Werdegang ist eine Geschichte voller Fachkunde, Engagement, Loyalität und menschlicher Wärme. Wir möchten dir dafür unseren größtmöglichen Dank und unseren Respekt aussprechen. Besonders beeindruckend ist deine Fähigkeit, Probleme mit Ruhe, Wissen und Weitsicht zu lösen. Du warst uns bei der Entscheidungsfindung immer eine großartige Hilfe. Du wirst eine große Lücke hinterlassen. Es war eine Freude, mit dir zu arbeiten.“
Manfred Giesenberg und sein Stellvertreter Henry Tesch, Bürgermeister von Mirow, überreichten der Scheidenden dann die Urkunde „für die dem deutschen Volke geleisteten treuen Dienste“, mit der die Versetzung der Oberamtsrätin in den Ruhestand besiegelt wird. Als eine der letzten Amtshandlungen durfte Karla Kahl noch einen Förderbescheid über 100.000 Euro in Empfang nehmen. Er wurde von Thomas Müller überreicht, stellvertretender Landrat und Kandidat der CDU zur Landratswahl 2025 in der Seenplatte. Das Geld dient der Ausstattung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Blankenförde, das im Mai 2025 eingeweiht werden soll (Strelitzius berichtete).
Ein gutes Team, das viel erreicht hat
Der Babker Müller, früherer Amtsvorsteher in der Kleinseenplatte, erinnerte sich gern daran, von Karola Kahl auch mal „eingenordet“ worden zu sein. „Wir waren ein gutes Team und haben gemeinsam so einiges erreicht“, wenn er nur an den Zusammenschluss der Ämter Wesenberg und Mirow zum Amt Kleinseenplatte denke, wo so mancher Graben zuzuschippen war, den andere ausgehoben hatten. Er wünschte seiner Weggefährtin alles Gute, vor allem Gesundheit. „Sie haben noch viel vor, am besten, sie machen sich einen Plan“, riet Müller
Bei der Abschiedsveranstaltung waren auch Landrat Heiko Kärger und die Bürgermeister der amtsangehörigen Städte und Gemeinden vertreten. Letztere überreichten Karola Kahl für den Ruhestand einen persönlichen Liegestuhl. Von der Wesenberger Schule, vertreten durch Schulleiterin Mandy Schöniger und ihren Vize Tobias Buchert, gab es ein weiteres Ruhemöbel. Rechlins Bürgermeister Wolf-Dieter Ringguth war zur Verabschiedung der Nachbarin gekommen, aus Seewalde Dorfgemeinschaftschef Thomas Gädeke, Amtswehrführerin Anke Krüger war dabei, Die Leitende Verwaltungsbeamtin Neustrelitz-Land Daniela Böss, Pastorin Ulrike Kloss und noch mehr Mirower, die Karola Kahl danken und Lebewohl sagen wollten.
Bis zur Bestellung eines neuen Leitenden Verwaltungsbeamten oder einer Leitenden Verwaltungsbeamtin wird Amtskämmerer Andreas Franz die Geschäfte führen.




