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Beim gestrigen Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow wurde ein neuer Vorstand gewählt, der sich künftig für die Interessen der Kommunen im Land einsetzt. Der Wismarer Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) ist als Vorsitzender bestätigt worden. Der 64-Jährige erhielt 160 von 306 abgegeben Stimmen und setzte sich gegen Demmins Bürgermeister Thomas Witkowski (CDU) und den AfD-Politiker Robert Schnell durch. Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt stand nach seiner Rücktrittsentscheidung nicht mehr zur Wahl für den Vorstand. Der Städte- und Gemeindetag hatte sich bereits unmittelbar nach Bekanntwerden mit Witt solidarisch erklärt.
Mit in Güstrow waren auch drei Neustrelitzer Stadtvertreter: Stadtpräsident Max Odebrecht (CDU), Daniel Priebe von der SPD-Fraktion und der Fraktionsvorsitzende der CDU/FDP-Fraktion, Andreas Petters. „Der Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern engagiert sich für die Belange der Kommunen und unterstützt diese in wichtigen Aufgaben wie Sicherstellung der öffentlichen Daseinsvorsorge, Stadtentwicklung, Bildung, Umweltschutz und Förderung von Wirtschaft und Tourismus. Gemeinsam mit dem neuen Vorstand arbeiten wir daran, diese Ziele für eine starke und nachhaltige Entwicklung unserer Städte und Gemeinden zu erreichen“, schreibt mir Daniel Priebe. „Mecklenburg-Vorpommern lebt vom Engagement und der Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene.“ In diesem Zusammenhang sei auch Silvio Witt für sein Wirken im Vorstand unbedingt zu danken.
Im Mittelpunkt der Diskussion beim Städte- und Gemeindetag standen die Ergebnisse des Zensus von 2022, der vielfach niedrigere Einwohnerzahlen in Kommunen ausweist, als diese selbst per Melderegister erfasst haben. Wegen der befürchteten finanziellen Einbußen hat unter anderem Neubrandenburg Klage beim Verwaltungsgericht erhoben (Strelitzius berichtete).