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Jahr für Jahr sind die Mirower für ihre Ortsumgehung auf die Straße gegangen. Von der Politik sind sie maßlos enttäuscht.

Christian Pegel

Die Bürgerinitiative (BI) für die Ortsumgehung Mirow erhofft sich von Verkehrsminister Christian Pegel verlässliche Aussagen hinsichtlich des Baubeginns bei dem Straßenprojekt, was nach einer Fehlplanung in Schwerin neu aufgelegt werden musste und insgesamt um rund ein Jahrzehnt in Verzug ist. Der SPD-Politiker wird im Rahmen einer Radtour der Landtagsfraktion der Sozialdemokraten am Donnerstagabend um 18 Uhr in Mirow erwartet (Strelitzius berichtete). Die Fraktion hatte die Tour mit dem Kommentar angekündigt, auch jenseits von Wahlkampfzeiten für die Bürger da sein zu wollen und deren Nähe zu suchen..

„Alle unsere Informationen im Vorfeld deuten darauf hin, dass sich Herr Pegel sorgfältig auf das Zusammentreffen mit uns vorbereitet“, sagte mir BI-Sprecher Marian Lopuszanski. Mit einer Ausnahmegenehmigung des Landrats werden die Bürgeraktivisten am besagten  Abend wieder auf die Straße gehen. Ansonsten haben sie ihre Protestaktionen über die Ferienmonate Juli und August ausgesetzt.
Nach Auskunft Lopuszanskis stehe die Bürgerinitiative im Kontakt mit dem Bund der Steuerzahler, nachdem bereits rund eine Million öffentlicher Gelder in den Sand gesetzt worden seien. Und dessen Waffen seien scharf. „Wir erwarten vom Minister vor allem eine belastbare Terminkette, immer vorausgesetzt, dass nicht im Ergebnis der öffentlichen Auslegung der Planungen wieder geklagt wird“, so der Sprecher.

Gingen die Projektunterlagen diesmal unangegriffen durch, so sollte ein erster Spatenstich um den Jahreswechsel 2018/19 realistisch sein. Eine behördliche „Tippel-Tappel-Tour“ sei nicht länger hinnehmbar. Jens Krage, Leiter des Straßenbauamtes Neustrelitz und von der BI ob seiner Fach- und Sachkenntnis geschätzt, hatte zuletzt in einem Gespräch mit Strelitzius allerdings den Herbst 2019 als frühestmöglichen Termin für den offiziellen Baustart genannt.