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Knut Heineken (rechts) mit Carsten (links) und Holger Kunkat vor dem Start.

Knut Heineken hat Wort gehalten. Der neue Filialdirektor der Commerzbank in Neustrelitz war bekanntlich bei der Mecklenburger Seen Runde am vergangenen Wochenende erstmalig als Fahrer dabei (Strelitzius berichtete) und hatte mir ein paar exklusive Zeilen von der Tour versprochen. Die sind mir nun zugegangen und enthalten die ausdrückliche Ermunterung für vielleicht noch unentschlossene Interessierte an dem Megaevent, sich beim nächsten Mal auch in den Sattel zu schwingen. Vielen Dank an meinen Blogfreund, hier sein ungekürzter Bericht:

Ich bin um 4.40 Uhr am Sonnabend zusammen mit meinem Kollegen aus Wismar Carsten Kunkat gestartet und nach 14 Stunden und 43 Minuten glücklich im Ziel angekommen. Mein Kollege kam dann kurz nach mir über die Linie. Es war ein einmaliges Erlebnis. Und ich kann es nur jedem Hobby- Radfahrer empfehlen. Das Wetter war natürlich optimal.

Meine besonderen Highlights waren der Start in den Sonnenaufgang (siehe Bild) und die vielen begeisterten Menschen, die ich unterwegs auf dem Rad und an den Verpflegungsstationen kennengelernt habe. Unter anderem waren da Radfahrer aus Weimar, Wismar, Leipzig und sogar England mit dabei. Denn es war während der langen Fahrt auch immer mal nett, sich mit seinem Nebenfahrer in einer Gruppe zu unterhalten. Das macht auch den Reiz dieser Runde aus: Natur erleben und nette Kontakte knüpfen.

Ich habe an jeder Verpflegungsstation gehalten und so auch die engagierten Helfer erleben können. Dabei hatte jede Station ihre Besonderheit. Da war zum Beispiel die super gut gelaunte Physiotruppe in Feldberg, welche von Mitarbeitern der Neubrandenburger „Physiotherapie im Haus des Sports“ besetzt war und mit lauter Musik vorm Zelt getanzt hat. Oder die genial organisierte Station in Neustrelitz, die vom THW (soweit ich gesehen habe) geführt wurde. Besonders die nach 150 Kilometern notwendige Nudelverpflegung in Röbel war ein Genuss.

Zwischenstopp in Möllenhagen

Besonders hervorheben möchte ich natürlich den Möllenhagener Sportverein, der zusammen mit meine Kollegen den Verpflegungsstand in Möllenhagen betreut hat. Ganz lieben Dank auch an alle sonstigen Helfer, die wunderbar die Strecke abgesichert haben. Besonders an gefährlichen Punkten mit Bundesstraßen konnte man so sicher über die eine oder andere Kreuzung gelangen.

Sehr überrascht haben mich meine schnelle Fahrzeit und der geringe Muskelkater nach der Tour (siehe auch Bild bei den letzten 100 Kilometern). Dies lag aber vermutlich auch daran, das man bei einem so schönen Ereignis auch viel in Gruppen fahren konnte. Der Windschatten ist auf einer solch langen Strecke doch schon eine große Hilfe. Die Teilnehmer hatten auch immer ein offenes Herz, einen Einzelfahrer in eine Gruppe aufzunehmen. Oder es fanden sich unterwegs plötzlich diverse Fahrer zu einer Gruppe zusammen, um gemeinsam bis zur nächsten Station zu fahren.

Knut Heineken nach 14 Stunden und 43 Minuten im Ziel.

Auch diese besondere Herzlichkeit oder das Selbstverständnis, sich untereinander zu helfen, nehme ich als Erfahrung mit. Denn jeder Radfahrer weiß, was es bedeutet, mal zu helfen und mal sich helfen zu lassen. Das Fest am Vorabend hat dabei natürlich auch auf die Tour am nächsten Tag eingestimmt. Somit fiel das frühe Aufstehen viel leichter. Nicht unerwähnt lassen möchte ich, das die Tour durch ein tolles Mecklenburg- Vorpommern geht. Man lernt Orte kennen, in denen man noch nicht war und sieht Natur pur und viele Seen. Nicht umsonst heißt es auch Seenrunde.