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An dieser Stelle mal zu beklagen, dass es keinen Sellerie gibt, habe ich mir nun wirklich nicht vorstellen können. Aber bei uns auf dem flachen Land ist versorgungsmäßig alles möglich. Nach längerer Odyssee durch die Kaufhallen wurden mir die letzten zwei Mini-Knollen völlig vererdet ins Haus getragen, von denen nach dem Schälen gerade noch die nötige Menge übrig blieb. Die habe ich gewürfelt, ebenso wie fünf Möhren.

Weniger Beschaffungsprobleme gab es dank der Vorratshaltung meiner Holden mit der Schweinelende, die ich nach dem Waschen und Abtupfen in dünne Scheiben geschnitten habe. Dann habe ich noch ein Bund Frühlingszwiebeln in Scheibchen geschnitten, ruhig das Grüne mit verarbeiten.

Unsere Beilage passt heute gut zum Sommer, auch wenn der in diesem Jahr irgendwie nicht aus dem Knick kommt. Schon wieder gießt es draußen in Strömen. Ich habe 500 Gramm gestückeltes Apfelmus, steht auch als Apfelkompott im Regal, mit drei Esslöffeln Tafelmeerettich vermengt. Dazu kamen zwei Esslöffel Schnittlauchröllchen, zwei Spitzer Zitrone, Salz und Pfeffer.

Jetzt in einem halben Liter Gemüsebrühe Möhren und Sellerie sowie das Fleisch zehn Minuten lang sanft garen. Das Filet herausnehmen, die Flüssigkeit um gut die Hälfte reduzieren, dafür 150 Milliliter Sahne aufgießen. Die Frühlingszwiebeln zur Sauce in den Topf geben, aufkochen und mit hellem Saucenbinder leicht binden. Fleisch und Apfel-Meerettich auf dem Teller anrichten und das Filet mit der Sauce übergießen. Uns hat es gemundet. Guten Hunger, und irgendwann muss es ja auch wieder aufhören zu schütten!