Nach der begeisternden Aufführung von Mozarts Requiem gestern in der Neustrelitzer Stadtkirche (Strelitzius berichtete) nun wie versprochen weitere Bilder. Leider hat es bei der Übertragung ein technisches Problem gegeben, so dass ich zunächst nur mit schwarz-weißen, aber nicht minder eindrucksvollen Impressionen dienen kann. Am Nachmittag dann das Großereignis in Farbe, versprochen.
Euphorische Zeilen haben mich zu später Stunde erreicht. Mein Blogpartner Marco Zabel, Geschäftsführender Direktor der Deutschen Tanzkompanie, hat die heutige umjubelte, frenetisch gefeierte Aufführung von Mozarts Requiem als Oratorienkonzert mit choreografischer Installation in der Neustrelitzer Stadtkirche (Strelitzius berichtete) erlebt. „Auch, wenn sich alles erst setzen muss, fest steht ohne Zweifel, dieses Neustrelitzer Mozart-Requiem voller tiefer Emotion wird in Erinnerung bleiben. In der Stadtkirche waren nicht nur die Singakademie Neustrelitz, Mitglieder der Neubrandenburger Philharmonie, Gesangssolisten aus den Reihen des Neustrelitzer Musiktheaterensembles und eben die Deutsche Tanzkompanie vereint – in Summe ca. 120 Mitwirkende – , sondern ungewöhnlich viele Besucher aus Neustrelitz, aus nah und fern, nicht wenige aus Neubrandenburg, aus Waren, aus Rostock, aus Hamburg. Alles in allem dürften an die tausend Menschen in der Stadtkirche zusammen gekommen sein, die Zeugen eines Neustrelitzer Wunders geworden sind.“
Nach Jahren wurde ob des Andrangs erstmals wieder die zweite Empore geöffnet. So mancher habe sich die Augen gerieben, Erinnerungen an die Zeit der friedlichen Revolution vor 35 Jahren seien wach geworden, so Marco Zabel weiter. Schon die Einführung im Borwinheim sei ansteckend gewesen, und bereits eine Stunde vor dem Konzert hätten sich lange Schlangen vor der Stadtlirche bis weit hinaus auf den Markt gebildet. „Man mag sich gar nicht vorstellen, was gewesen wäre, hätte sich doch beispielsweise der NDR zu einer Berichterstattung hinreißen lassen“, kommentiert mein Blogfreund.
In Neustrelitz steht mit der Aufführung des Mozart-Requiems am kommenden Sonntag ein wahrlich herausragendes Konzertereignis bevor (Strelitzius berichtete)! Erstmals arbeiten die Singakademie und die Deutsche Tanzkompanie zusammen – mit Gesangssolisten und Mitgliedern der Neubrandenburger Philharmonie. Die Musik des Mozart-Requiems, Gesang und eben eine tänzerische Installation verschmelzen auf völlig ungewohnte Weise. „Schon jetzt dürfte klar sein, dass dies ein Höhepunkt im kulturellen Jahreskalender wird – für die Region wie auch überregional“, schreibt mir mein Blogfreund Marco Zabel, Geschäftsführender Direktor der Deutschen Tanzkompanie.
Für die Tanzkompanie – Strelitzius hat den Entstehungsprozess begleitet – führt damit eine mehrjährige Beschäftigung mit dem Werk, als Auftragschoreographie im Herbst des letzten Jahres in Hameln uraufgeführt, nun endlich zu einer Aufführung in Neustrelitz. Ein Probeneinblick war schon im November 2023 im Leaa möglich. Nun ist der 7,5 Meter hohe Gerüstturm in der Stadtkirche Neustrelitz aufgebaut, wo die Endproben begonnen haben.
Einen Eindruck vom Tanz auf den drei (Gerüst-)Ebenen, die sich auch als Himmel, Hölle und Erde deuten lassen, bekommt man schon am Freitag, um 16.30 Uhr, wenn im Rahmen der Fête de la Musique in der Kirche ein Ausschnitt aus der Choreographie gezeigt wird. Für diesen Auftritt kommt die Musik noch vom Band. Der Eintritt ist frei. Ich freue mich, meinen Lesern beeindruckende Bilder von der Uraufführung und aus dem Probenprozess zeigen zu dürfen.
Wer könnte sich diesem Werk entziehen? Faszinierend, fesselnd, emotional, geheimnisvoll – das ist das Mozart Requiem. Die Singakademie Neustrelitz und die Deutsche Tanzkompanie führen am Sonntag, dem 23. Juni, um 17 Uhr, das berühmte Requiem (KV 626) von W. A. Mozart in der Stadtkirche Neustrelitz auf.
Dabei ist die Beteiligung der Deutschen Tanzkompanie, die auf einem Gerüstturm inmitten von Chor und Orchester eine choreographische Installation aufführt, die extra zu diesem Stück erarbeitet wurde (und 2023 in Hameln ihre Uraufführung erlebte), etwas ganz Besonderes. Singakademie und Tanzkompanie blicken mit Spannung auf die Endprobenwoche. Musikalisch wird der achtzigköpfige Chor von Mitgliedern der Neubrandenburger Philharmonie und den Solisten Laura Albert (Sopran), Julia Baier-Tarasova (Mezzosopran), Andrés Felipe Orozco (Tenor) und Ryszard Kalus (Bass) unterstützt. Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Kantor Lukas Storch.