Die bei dem Zugreisenden gefundenen Drogen. Foto: Bundespolizeiinspektion Stralsund
Am vergangenen Samstagnachmittag gegen 15.30 Uhr stellten Bundespolizisten im Regionalexpress von Neustrelitz nach Neubrandenburg einen Reisenden fest, der circa 1,5 Kilogramm Cannabisblüten in seinem Rucksack mit sich führte.
Die Bundespolizisten trafen im Zugabteil auf einen 29-jährigen Deutschen, den sie polizeilich kontrollierten. Während der Befragung wirkte der Mann auf die Beamten sehr nervös. Die Überprüfung der Personalien ergab, dass er bereits polizeilich wegen Betäubungsmittelsachverhalten bekannt ist.
Wie das Polizeipräsidium Neubrandenburg mitteilt, konnte die Identität des am vergangenen Freitag zwischen Neubrandenburg und Berlin von einem Regionalexpress überrollten und getöteten Mannes (Strelitzius berichtete) geklärt werden. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte des Verstorbenen und der Angehörigen werden keine weiteren Details zur Person bzw. zu den Umständen des Geschehens bekannt gegeben. Hierfür bittet die Polizei um Verständnis.
Bereits am vergangenen Freitag gegen 17.20 Uhr, kam es auf der Bahnstrecke von Neubrandenburg nach Berlin zu einem tödlichen Zusammenstoß zwischen einem Regionalexpress und einem bislang unbekannten Mann. Trotz eingeleiteter Notbremsung konnte der Lokführer die Kollision nicht vermeiden. Die etwa 200 Insassen in dem Zug blieben nach aktuellen Erkenntnissen unverletzt. Es kam zu temporären Einschränkungen im Bahnverkehr.
Die Kriminalpolizei leitete ein Todesermittlungsverfahren ein. Hinweise, die für ein Fremdverschulden sprechen bzw. auf eine Straftat hindeuten, liegen der Polizei aktuell nicht vor. Trotz intensiver Ermittlungen ist die Identität des Mannes mit augenscheinlich schwarzen Haaren und grauem Bart bislang unklar. Bekleidet war der Verstorbene mit einem weißen Oberteil und einem grauen Langarmshirt sowie einer Jeans. Unweit des Unfallortes konnte die Polizei einen braunen Lederrucksack der Firma Gusti Leder auffinden, der im Innern die personalisierte, in Leder eingestanzte Inschrift „Für Papi in Liebe“ mit einem Herz aufwies und derzeit dem Verstorbenen zugeordnet wird.
Die Polizei erhofft sich in diesem Zusammenhang neue Hinweise, die zur Klärung der Identität des Mannes führen. Weitere Details zur Person werden gegenwärtig zum Schutz der Persönlichkeitsrechte des Verstorbenen nicht getätigt. Hierfür bittet die Polizei um Verständnis.