Bis zum Ende der Badesaison muss in der gesamten Ostsee, in den Boddengewässern und im Achterwasser mit einem vermehrten Vibrionen-Aufkommen gerechnet werden.
Für die 30. Kalenderwoche wurde dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) die erste Vibrionen-Infektion der diesjährigen Badesaison in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Ein 68-jähriger Einheimischer ist trotz Behandlung in einem Krankenhaus an der Infektion verstorben. Wie er sich infizierte, konnte nicht abschließend geklärt werden. Bekannt ist, dass der Mann an verschiedenen chronischen Erkrankungen litt. Er lebte im Betreuten Wohnen, versorgte sich jedoch weitgehend selbstständig.
In Mecklenburg-Vorpommern wurde für die aktuelle Badesaison die erste Vibrionen-Infektion an das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) gemeldet. Infiziert hat sich eine Frau aus Mecklenburg-Vorpommern. Eine offene Wunde kam in Kontakt mit Ostseewasser bei Strandspaziergängen. Die 55-Jährige hat eine chronische Vorerkrankung. Die Infektion, die sehr schnell erkannt wurde, wird ambulant behandelt.
Es hat in dieser Woche auch den ersten Labornachweis für Vibrionen bei den Untersuchungen des Badewassers in den LAGuS-Laboren in dieser Saison gegeben. Bis zum Ende der Badesaison muss in der Ostsee, in den Boddengewässern und im Achterwasser mit einem vermehrten Vibrionen-Aufkommen gerechnet werden.
Vibrionen können in seltenen Fällen bei Personen mit bestimmten Grundrisiken und gleichzeitig offenen Wunden bei Kontakt mit salzhaltigem Badewasser schwere Infektionen hervorrufen. 2023 waren in MV insgesamt fünf Vibrionen-Infektionen gemeldet worden. 2022 waren es insgesamt zehn Infektionen.