Bis zum Ende der Badesaison muss in der gesamten Ostsee, in den Boddengewässern und im Achterwasser mit einem vermehrten Vibrionen-Aufkommen gerechnet werden.
Für die 30. Kalenderwoche wurde dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) die erste Vibrionen-Infektion der diesjährigen Badesaison in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Ein 68-jähriger Einheimischer ist trotz Behandlung in einem Krankenhaus an der Infektion verstorben. Wie er sich infizierte, konnte nicht abschließend geklärt werden. Bekannt ist, dass der Mann an verschiedenen chronischen Erkrankungen litt. Er lebte im Betreuten Wohnen, versorgte sich jedoch weitgehend selbstständig.
Für die 33. Kalenderwoche wurden dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) zwei Todesfälle im Zusammenhang mit einer Vibrionen-Infektion gemeldet. Ein 81-jähriger Urlauber verstarb an den Folgen der Infektion, die er beim Baden in der Ostsee erworben hatte. Der Verstorbene hatte verschiedene chronische Erkrankungen und offene Wunden.
Die näheren Begleitumstände des Todesfalls eines 59-jährigen Bürgers aus Mecklenburg-Vorpommern konnten nicht aufgeklärt werden. In seinem Blut sind Vibrionen nachgewiesen worden. Als Todesursache wurde eine Sepsis angegeben.
Die beiden Todesfälle im Zusammenhang mit Vibrionen sind die ersten in der Badesaison 2024. Insgesamt wurden bislang in diesem Jahr fünf Vibrionen-Infektionen gemeldet. Erkrankungsgefahr besteht vor allem für Personen mit bestimmten Risiken wie chronischen Grundleiden oder bestehender Immunschwäche sowie Personen höheren Alters. Wenn Badegäste zu diesen Risikogruppen gehören und Hautverletzungen vorhanden sind, sollte ein Kontakt mit Meer- oder Brackwasser unterbleiben.
Am 14. Juni hatte das LAGuS darüber informiert, dass bis zum Ende der Badesaison in der Ostsee, in den Boddengewässern und im Achterwasser mit einem vermehrten Vibrionen-Aufkommen gerechnet werden muss (Strelitzius berichtete). Das LAGuS hat auf seiner Internetseite verschiedene Informationsmaterialien zum Baden in der Ostsee erarbeitet und veröffentlicht (u. a. den aktuellen Wochenbericht zu Vibrionen-Infektionen und FAQs): Aktuelle Badesaison – LAGuS
In Mecklenburg-Vorpommern wurde für die aktuelle Badesaison die erste Vibrionen-Infektion an das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) gemeldet. Infiziert hat sich eine Frau aus Mecklenburg-Vorpommern. Eine offene Wunde kam in Kontakt mit Ostseewasser bei Strandspaziergängen. Die 55-Jährige hat eine chronische Vorerkrankung. Die Infektion, die sehr schnell erkannt wurde, wird ambulant behandelt.
Es hat in dieser Woche auch den ersten Labornachweis für Vibrionen bei den Untersuchungen des Badewassers in den LAGuS-Laboren in dieser Saison gegeben. Bis zum Ende der Badesaison muss in der Ostsee, in den Boddengewässern und im Achterwasser mit einem vermehrten Vibrionen-Aufkommen gerechnet werden.
Vibrionen können in seltenen Fällen bei Personen mit bestimmten Grundrisiken und gleichzeitig offenen Wunden bei Kontakt mit salzhaltigem Badewasser schwere Infektionen hervorrufen. 2023 waren in MV insgesamt fünf Vibrionen-Infektionen gemeldet worden. 2022 waren es insgesamt zehn Infektionen.