Die Bundesliga-Volleyballer des PSV Neustrelitz haben der Ankündigung, dem Kontrahenten aus Nordrhein-Westfalen Paroli zu bieten, Taten folgen lassen. Mehr noch, sie haben heute Abend in der heimischen Strelitzhalle gegen Humann Essen für eine kleine Sensation gesorgt und die favorisierten Tabellenzweiten, seit zwölf Spielen ungeschlagen, in Grund und Boden gespielt. Die Partie endete beeindruckend mit 3:0 (25:18, 25:16, 25:16). Entsprechender Jubel von den Rängen im Tempel der Residenzstädter am Glambecker See. 300 Zuschauer hörten sich an wie 600 Fans.
Energie auf dem Feld gefordert:Kapitän Paul Sprung bei einem früheren Heimspiel in der Strelitzhalle im Angriff.
Schwieriger könnten die Vorzeichen kaum sein – und genau das macht den Reiz dieses Volleyballabends aus. Der PSV Neustrelitz empfängt am heutigen Samstagabend um 19 Uhr den formstarken VV Humann Essen. Trotz schwieriger Ausgangslage wollen die Neustrelitzer vor heimischem Publikum überraschen.
Der VV Humann Essen reist als Tabellenzweiter der 2. Bundesliga Nord in die Strelitzhalle und ist seit zwölf Spielen ungeschlagen. Die Gäste befinden sich in absoluter Topform und sind heiß darauf, sich eine optimale Ausgangsposition für die Playoffs zu sichern.
Der PSV steht aktuell auf Rang zehn der Tabelle und musste zuletzt zwei Niederlagen in Folge hinnehmen. Vor allem das vergangene Heimspiel gegen Köln verlief nicht nach Wunsch. Doch der Blick geht nach vorn. Die Trainingswoche war intensiv und geprägt von hoher Konzentration.
Am morgigen Samstag steht in der Strelitzhalle der nächste Spieltag an. Der PSV Neustrelitz empfängt den VV Humann Essen. Spannung pur: Können die Neustrelitzer den Schwung aus den beiden Spielen am vergangenen Wochenende mitnehmen, bei denen sie fünf Punkte errungen haben? Die Neustrelitzer (8.) und die Essener (11.) trennt aktuell ein Abstand von drei Punkten in der Tabelle. Umso wichtiger wird es für die Hausherren sein, mit voller Konzentration aufzutreten und die Gäste aus Nordrhein-Westfalen auf Distanz zu halten.
Die Mannschaft um Stefan Meingast erwartet am Samstagabend mit den Essener Gästen ein physisch stabiler und dynamischer Gegner. Das Hinspiel konnte der PSV knapp mit 3:2 für sich entscheiden. Bisher verlief die Saison für Essen enttäuschend: Nur zehn Punkte aus zwölf Spielen und ein Abstiegsrang stehen zu Buche – deutlich weniger, als die Mannschaft sich vorgenommen hatte. Aber auch der Neustrelitzer Kader musste sich von seinen anfänglichen Saisonambitionen verabschieden und befindet sich nun im Kampf um den Klassenerhalt.
Es dürfte ein Duell auf Augenhöhe werden, bei dem Nuancen den Ausschlag geben könnten. Mit der hoffentlich wieder starken Unterstützung der Neustrelitzer Fans im Rücken geht der PSV zuversichtlich in die Partie. Spielbeginn ist um 19 Uhr in der Strelitzhalle.
Unsere Bundesliga-Volleyballer vom PSV Neustrelitz haben es schon wieder spannend gemacht. Am Abend mussten sie bei Humann Essen einmal mehr über fünf Sätze gehen. Mit dem besseren Ende für die Neustrelitzer: 3:2 (25:19, 25:19, 19:25, 20:25, 15:9). Nach zwei klar gewonnenen Sätzen sollte der dritte Durchgang eigentlich nur noch Formsache sein. Es kam anders, die Gastgeber drehten den Spieß um. Erst im Tiebreak konnten die Jungs von Coach Jonathan Kendrick Scott dann für klare Verhältnisse sorgen, er fiel deutlich zu Gunsten der Gäste aus. Scott hatte erst unlängst mir gegenüber erklärt, dass er seine Mannschaft für lange Auseinandersetzungen fitter gemacht habe. Das hat sich auch heute bewährt.
„Wie wir in den ersten beiden Sätzen gespielt haben, so spielten die Essener in den folgenden zwei Sätzen“, schilderte mein Blogpartner Jesco Genzmer nach dem Spiel den Verlauf. „Die waren richtig gut und haben sich mit starken Aufschlägen und einer perfekten Abwehr zurück in die Partie gebracht. Im Tiebreak hat sich dann ausgezahlt, dass wir konditionell und mental an uns gearbeitet haben. Insgesamt hat die Begegnung richtig Spaß gemacht. Sie war bei uns von viel Teamgeist geprägt, Lob an alle meine Mannschaftskameraden“, so der Außenangreifer. Als bester Akteur beim PSV Neustrelitz wurde wie so oft Zuspieler Tom Orzelski (Nummer 6) ausgezeichnet.
Licht und Schatten heute bei Kapitän Max Auste, aber da war er nicht allein im Team.
Das war eher Halloween als Karneval, was die Volleyballer vom PSV Neustrelitz heute Abend dem heimischen Publikum geboten haben. Im Punktspiel der 2. Bundesliga Nord gegen den Tabellenletzten Humann Essen unterlagen die Gastgeber in fünf Durchgängen (16:25, 19:25, 29:27, 26:24, 16:18). Und das nicht etwa wie zuletzt kadermäßig geschwächt, sondern mit voller Kapelle. Die ersten zwei Sätze zum Gruseln, um mal im Bild zu bleiben. Die Neustrelitzer ohne eine Antwort auf das druckvolle, engagierte Spiel der Essener, weit entfernt vom Anspruch einer Mannschaft, die oben in der Liga mitspielen will, teilweise regelrecht abgeschossen. Entsprechend mies auch die Stimmung in der Halle, der Schlachtruf „Attacke“ kam den Fans angesichts der kritikwürdigen Vorstellung ihrer Mannschaft schon bald nicht mehr über die Lippen.
Ausgezeichnet: Tom Borchert (rechts) und Jacob Genzmer.
In Satz 3 ließen die Jungs vom PSV dann die Humann-Truppe nicht mehr wegziehen. Das Spiel wogte auf und ab, war weitgehend auf Augenhöhe. Dennoch standen die Spieler um Kapitän Maximilian Auste beim Matchball für das Team aus dem Ruhrpott am Rand des Abgrunds. Letztlich gelang es dem PSV, den Kopf doch noch aus der Schlinge zu ziehen, Jubel in der Halle, die Fans waren wieder da, erst recht nach dem Gewinn des vierten Satzes, wieder ein Tanz auf des Messers Schneide. Im entscheidenden Tiebreak gelang es den Residenzstädtern nicht, einen Vier-Tore-Vorsprung ins Ziel zu bringen. Kompliment an die junge Mannschaft aus Essen, die verdient als Siegerin die Halle verlassen hat.