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Fabrik.Kino 2, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Voigt, Werkschau

Anläßlich des 70. Geburtstages von Andreas Voigt präsentiert das Fabrik.Kino in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz in den nächsten Wochen eine Werkschau des Filmschaffens des Regisseurs und beginnt von Donnerstag bis Sonnabend mit seinen „Leipzig-Filmen“. Die „Leipzig-Filme“, die zwischen 1986 und 2015 entstanden sind, beinhalten sechs lange Dokumentarfilme. Begonnen noch zu Zeiten der DDR, erzählen sie über 30 Jahre hinweg Lebensgeschichten und Schicksale von Menschen aus Leipzig. Diese Filme gehören inzwischen zu den wichtigen Dokumenten der jüngeren deutschen Filmgeschichte und sind international bekannt.
Das Fabrik.Kino eröffnet am 2. November um 20 Uhr die Reihe mit den Filmen „Alfred“ von 1986 und „Leipzig im Herbst“ von 1989. Der Film „Alfred“ ist die subjektive Rekonstruktion des wechselvollen Lebens eines deutschen Arbeiters. Andreas Voigt erklärt dazu: „Im Atelier eines Freundes – des Leipziger Malers Gehse – sah ich ein Bild: Alfred Florstedt. Ich habe ihn kennen gelernt, und er hat mir aus seinem Leben erzählt. Das war am 28. Januar 1985 in Leipzig. Eine Woche später starb er. Von ihm geblieben sind ein Portrait, einige Fotos und Tonbandaufzeichnungen. Suche nach Spuren und Erinnerungen.“
„Leipzig im Herbst“ aus dem Jahr 1989 ist ein Film über die Ereignisse in Leipzig im Herbst 1989, gedreht vom 16. Oktober bis zum 7. November auf den Straßen der Stadt. Ausgehend von den Massendemonstrationen der Bevölkerung wird in einer Vielzahl von Begegnungen ein Bild vom Denken und Fühlen in jener Anfangsphase des gesellschaftlichen Umbruchs gezeichnet. Der Film ist ein historisches Dokument. Noch vor dem Fall der Mauer fertig gestellt, beschreibt es den Anfang des Endes der DDR.
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