Eine Großkontrolle der Polizeiinspektion Neubrandenburg an der A20 zusammen mit Zoll, Feldjägern, polnischen Polizeikräften und der Gemeinsamen Diensteinheit hat am Vormittag mehrere Verstöße bei Kraftfahrern aufgedeckt.
Ein polnischer Autofahrer hatte rund 140 Liter Diesel in Kanistern sowie Parfum und Küchengeräte dabei, deren Herkunft nicht nachvollziehbar war. Beim Diesel offenbarte er sogar selbst, dass er diesen aus einem LKW abgezapft habe. Ihm wird Diebstahl und Hehlerei von Waren im Gesamtwert von etwa 5.400 Euro vorgeworfen.
Am späten Vormittag hat ein 53-jähriger Autofahrer auf der A20 kurz vor der Ausfahrt Neubrandenburg Ost in Fahrtrichtung Lübeck nach dem Überholen scheinbar die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Er und die gleichaltrige Mit-Insassin rutschten in die Leitplanke und überschlugen sich auf der Fläche neben der Autobahn mehrfach. Beide kamen schwer verletzt ins Krankenhaus.
Mit im Auto war auch ein Hund. Für seine Versorgung kam die Tierrettung Vorpommern-Greifswald mit einem eigenem Rettungsnotwagen zum Unfallort und untersuchte das Tier noch an der Unfallstelle. Das Tier blieb nach derzeitigem Stand unverletzt. Anschließend wurde es von den Tierrettern vorübergehend in Obhut genommen.
Der Seitenstreifen war während der polizeilichen Maßnahmen und der Bergung gesperrt. Der gesamte Sachschaden wird auf etwa 25.000 Euro geschätzt.
Am heutigen Sonntagmorgen gegen 7 Uhr kam es auf der A 20 zwischen den Abfahrten Friedland und Neubrandenburg-Ost zu einem Verkehrsunfall. Nach derzeitigem Kenntnisstand befuhr der 47-jährige Fahrer eines PKW Audi die Autobahn in Richtung Lübeck. Aus bislang ungeklärter Ursache kam er auf regennasser Strasse nach rechts von der Fahrbahn ab und fuhr eine Böschung hoch. In der weiteren Folge überschlug sich der Audi mehrfach und kam anschließend wieder auf der Fahrbahn zum Stillstand. Bei dem Unfall wurde der 47-Jährige schwer, jedoch nicht lebensbedrohlich verletzt. Er wurde zur weiteren Behandlung ins Klinikum nach Neubrandenburg gebracht.
Der PKW war nicht mehr fahrbereit und musste durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden. Der entstandene Gesamtsachschaden wird auf ca. 20.000 Euro geschätzt. Während der Unfallaufnahme musste die Richtungsfahrbahn Lübeck für ca. zwei Stunden voll gesperrt werden.
Wohl Schlimmeres verhinderte eine aufmerksame Verkehrsteilnehmerin, indem sie heute Morgen gegen 6.50 Uhr ein auf der A20 Höhe der Anschlussstelle Neubrandenburg Ost mit überhöhter Geschwindigkeit und in gefährlicher Art und Weise fahrendes Fahrzeug der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg meldete. Die Funkstreifenwagen des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Altentreptow sowie des Polizeireviers Friedland konnten den PKW letztlich auf der K11 stoppen und einer Verkehrskontrolle unterziehen, nachdem dieser zuvor die A20 bei Werder verlassen hatte.
Im Rahmen der Verkehrskontrolle wurde bei dem 19-jährigen Fahrzeugführer ein Atemalkoholwert von 1,64 Promille festgestellt. Der Beschuldigte wurde nach der Durchführung einer Blutprobenentnahme, der Beschlagnahme des Führerscheins und der Sicherstellung der Fahrzeugschlüssel wieder aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Er wird sich in einem eingeleiteten Strafverfahren wegen der Trunkenheit im Verkehr verantworten müssen.
Am gestrigen Mittwoch gegen 17.20 Uhr kam es auf der B 197 zwischen den Ortslagen Friedland und der A 20, Höhe der Abfahrt Glienke, zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden. Die 22-jährige Fahrerin eines PKW Opel Corsa befuhr die B 197 aus Richtung Neubrandenburg kommend in Richtung Friedland. Auf Höhe der Abfahrt Glienke, wollte eine vorausfahrende 34-jährige deutsche Fahrzeugführerin eines PKW Audi nach rechts zur Ortslage Glienke abbiegen und musste an der Abfahrt verkehrsbedingt halten. Dies bemerkte die Fahrerin des Opel Corsa zu spät und wich, um einen Unfall zu verhindern, nach links auf die Gegenfahrbahn aus. Dort kollidierte sie frontal mit dem im Gegenverkehr befindlichen Peugeot eines 44-jährigen deutschen Fahrzeugführers und anschließend seitlich mit dem Audi. Hierbei wurden die 22-jährige Unfallverursacherin und der 44-jährige Fahrer des Peugeot leicht verletzt, die Fahrerin des Audi, sowie ihr 7-jähriges Kind wurden nach ersten Erkenntnissen schwer verletzt.
Alle Unfallbeteiligten wurden durch Rettungskräfte zur weiteren Untersuchung ins Klinikum Neubrandenburg gebracht. An den drei beteiligten Fahrzeugen entstand ein Schaden von ca. 40.000 Euro. Zum Zwecke der Bergungsmaßnahmen und der Erstversorgung der Verletzten, musste die B 197 für ca. zwei Stunden voll gesperrt werden. Die Kollegen des PR Friedland wurden durch 49 Kameraden der Feuerwehren Friedland, Sadelkow, Eichhorst und Genzkow unterstützt.