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Gerhard Möhl, Roland Tuma, Monika Meyer, André Gross, Marlies Kahl, Martina Buchert, Haidrun Pergande, Martina Wenk und Kathrin Müller (von links) sind sich einig: Eine Komödie geht noch.

Das kennen die Ensemblemitglieder der Kellerbühne FreiGespielt in Mirow schon seit gefühlt 25 Jahren. Kaum haben sie eine in der Regel ausverkaufte Saison abgespielt, da wird auch schon allerorten in der Kleinseenplatte und darüber hinaus die Frage gestellt, wann es denn nun „endlich“ weitergeht. Gut Ding will bekanntlich Weile haben…

Zuletzt bis in den März dieses Jahres für die Bahn-Komödie „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“ gefeiert, haben sich die Mimen nun besonders sorgfältig der Suche nach einem neuen Stück gewidmet. Die Trauben hingen nach dem jüngsten Erfolg hoch, erst recht, da sich die FreiGespielten ins 25. Jahr ihrer Existenz bewegen und es wahrscheinlich auch das letzte Stück der nicht mehr so ganz jungen, aber extrem spritzigen Truppe sein wird. Da sollte es schon etwas ganz Besonderes sein.

Die sehr sorgfältige, immer wieder umstrittene Wahl fiel letztlich auf die Komödie in zwei Akten „Alle lieben Waldemar“ von Bernd Spehling. Waldemar ist scheinbar die Sahnekirsche auf dem Eisbecher der Evolution. Er kann, weiß und kennt einfach alles und tritt in das eigenwillige Souterrain eines altengerechten Seniorinnen-Wohnens ein. Ein humanoider Roboter, der von einem natürlichen Menschen nicht zu unterscheiden ist.

In der zurückliegenden Woche haben im Mirower Familienzentrum, seit vielen Jahren Gastgeber für die Kellerbühne, die Proben für „Waldemar“ begonnen, das bislang aufwändigste Stück der Truppe, nicht ohne Bauchschmerzen ob der Herausforderung. Die FreiGespielten wünschen sich natürlich, noch 2027 Premiere zu feiern, auch mit Blick auf das 800. Jubiläum von Mirow. Und auf jeden Fall im wunderbaren Bürgerbegegnungszentrum „Alte Feuerwehr“, an dem die Kellermimen bekanntlich eine bescheidene Aktie haben. Das Gastspiel sei hiermit schon mal angemeldet.