Schlagwörter
Kläranlage, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Reparatur, Stadtwerke, Taucher
In der Neustrelitzer Kläranlage ist ein Taucher ins Klärbecken gestiegen. Und das nicht ohne Grund. In dem Schlammwassergemisch des sogenannten Belebungsbeckens hat er in absoluter Finsternis Reparaturen am Rührwerk vorgenommen. Der Taucher gehört zur Firma TAI-TECH GmbH aus Parchim, ein Unternehmen, das sich unter anderem auf Tauchen in kontaminierten Gewässern spezialisiert hat.
Die Bedingungen für den Einsatz waren extrem: Der Taucher hat in völliger Dunkelheit in 5,50 Meter Tiefe tastend zunächst die kaputten Elemente gelöst und aus dem Becken heben lassen und anschließend Ersatzteile montiert, so dass das Rührwerk nun wieder vollständig funktioniert.
Das Rührwerk einer Kläranlage ist ständig in Bewegung und somit Belastungen ausgesetzt, so dass Reparaturen nötig werden. Eine Gefahr, dass das Neustrelitzer Wasser nicht geklärt wird, bestand jedoch zu keiner Zeit, denn mehrere Rührwerke sind in den Becken der Kläranlage im Einsatz.
Für den Taucher gelten absolute Sicherheitsmaßnahmen. Durch gasdichte Spezialanzüge und Taucherhelme gelangt kein Abwasser an den Körper. Die Luftversorgung und die Verständigung erfolgen permanent über Schläuche von der Oberfläche. Der Einsatz von Tauchern erspart enorme Kosten, die beim Abschalten und Trockenlegen des Beckens anfallen würden.
Die Stadtwerke Neustrelitz sind Betreiber der städtischen Kläranlage. Das Abwasser der Stadt wird dort mit modernster Technik gefiltert und behandelt. Ein Teil des gereinigten Abwassers wird über eine Bodenpassage dem Zierker See zugeführt und trägt so zur Sanierung des Gewässers bei.

