Schlagwörter
Exkursion, Granzin, Kratzeburg, Mecklenburg-Strelitz, Naturschutz, Renaturierung, Schießplatz, Speck

So weit das Auge reichte, war vor rund 30 Jahren nur Sand zu sehen – zwischen Kratzeburg und Speck prägte eine karge Landschaft das Bild. Am 4. April um 10 Uhr lädt das Nationalparkamt Müritz zu einer Exkursion auf den ehemaligen Truppenübungsplatz ein.
Im Sommer 1934 klopfte ein Schäfer bei Klockow seine Pfeife aus und es tobte ein riesiger Waldbrand. Die trockenen Kiefernwälder gingen in Flammen auf und eine Feuerwalze bedrohte Dörfer und Menschen. Schließlich kam sie vor der moorigen Havelniederung zum Stehen. Der Reichsarbeitsdienst beräumte die Flächen und begann mit neuen Aufforstungen. Der 2. Weltkrieg stoppte diese Arbeit, und nach dem Krieg übernahm die sowjetische Armee die waldfreien Flächen als Schießplatz.
Heute hat sich die Natur große Teile des Geländes zurückerobert. Während der Exkursion erfahren die Teilnehmer, welche wertvollen Biotope seitdem entstanden sind und welchen besonderen Herausforderungen sich der Naturschutz auf einem möglicherweise mit Munition belasteten Boden stellen muss.
Dauer: ca. drei Stunden, 3,5 Kilometer
Treffpunkt: Granzin 17237, Parkplatz an der Havel
