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Eröffnung, Liegenschaft, Mecklenburg-Vorpommern, Pegel, Polen, Polizei, Słubice, Zoll, Zusammenarbeit

Der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern Christian Pegel hat bei der heutigen feierlichen Eröffnung der neuen Liegenschaft des Gemeinsamen Zentrums der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit (GZ) in Słubice (Polen) teilgenommen. Mit dem Umzug erhält eine der zentralen Institutionen der grenzüberschreitenden Sicherheitskooperation zwischen Deutschland und Polen moderne und zukunftsfähige Arbeitsbedingungen.
„Das Gemeinsame Zentrum ist seit vielen Jahren ein Herzstück der deutsch-polnischen Sicherheitsarchitektur. Der neue Standort in Słubice ist ein starkes Signal für Vertrauen, Partnerschaft und gelebte europäische Zusammenarbeit. Gerade für Mecklenburg-Vorpommern, das historisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich eng mit unserem polnischen Nachbarland verbunden ist, hat diese Partnerschaft eine herausragende Bedeutung – politisch, gesellschaftlich und insbesondere sicherheitsbehördlich“, sagt Minister Christian Pegel.
Die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit mit Polen ist ein wesentlicher Bestandteil der internationalen Kooperation der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern. Bereits seit den 1990er-Jahren ist diese Zusammenarbeit politisch wie operativ fest verankert. Mit der Koordinierungsstelle Anklam wurde 1995 ein erstes dauerhaftes Instrument zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit geschaffen. Ziel war es, Kriminalität im Grenzraum gemeinsam, abgestimmt und wirksam zu bekämpfen.
Mit der Eröffnung des Gemeinsamen Zentrums Zentrum in Świecko, unmittelbar an der damaligen Grenzübergangsstelle Frankfurt (Oder)/Świecko, im Jahr 2007 – kurz vor dem Wegfall der stationären Grenzkontrollen im Schengen-Raum – wurde ein Meilenstein für den schnellen und effizienten Informationsaustausch zwischen deutschen und polnischen Sicherheitsbehörden gesetzt. Dieses Zentrum gehörte zu den ersten Einrichtungen dieser Art im Schengen-Raum. Heute existieren europaweit mehr als 50 vergleichbare Zentren.
Rund 700 Ersuchen pro Jahr
Im Gemeinsamen Zentrum arbeiten Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher deutscher und polnischer Behörden rund um die Uhr unter einem Dach zusammen. Seit 2008 beteiligt sich die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern mit einem Mitarbeiter des Landeskriminalamtes aktiv am Betrieb des Zentrums. Über das GZ werden jährlich rund 700 Ersuchen mit Bezug zum deutsch-polnischen Grenzraum bearbeitet – insbesondere in den Bereichen Eigentums-, Kfz- und Betrugskriminalität – mit steigender Tendenz.
Die neue Liegenschaft in Słubice wurde auf Grundlage einer deutsch-polnischen Absichtserklärung aus dem Jahr 2022 realisiert. Nach dem Umbau stehen den 41 deutschen und 21 polnischen Beschäftigten moderne Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 6,9 Millionen Euro, wovon Mecklenburg-Vorpommern einen Anteil von gut 55.000 Euro trägt.