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2. Bundesliga Nord, Mecklenburg-Strelitz, PSV Neustrelitz, Spielbericht, Volleyball, Volleys Köln

Das erste Heimspiel im neuen Jahr endete für den PSV Neustrelitz in der 2. Bundesliga Nord mit Ernüchterung. Vor rund 400 Zuschauern in der Strelitzhalle unterlagen die Volleyballer dem MLK Volleys Köln mit 1:3 und mussten damit bereits zum zweiten Mal in dieser Saison gegen diesen Gegner eine Niederlage hinnehmen (Strelitzius berichtete kurz).
Dabei begann der Abend aus Neustrelitzer Sicht vielversprechend. Der PSV dominierte den ersten Satz über weite Strecken, setzte Köln früh unter Druck und brachte den Durchgang trotz einer kurzen Schwächephase souverän mit 25:19 ins Ziel. Doch was wie ein gelungener Start wirkte, sollte trügen.
„Nach dem ersten Satz hatten wir das Gefühl, dass wir das Spiel kontrollieren“, erklärte Teammanager Marc Lessing später. „Aber Köln hat sich gesteigert, während wir unseren Rhythmus verloren haben.“
In der Folge kippte die Partie zunehmend. Zwar ging der PSV auch im zweiten Satz zunächst in Führung, doch Köln nutzte Schwächen im Neustrelitzer Angriff konsequent aus und setzte sich ab. Mit 25:18 glichen die Gäste verdient aus – und rissen das Momentum an sich.
Bitterer Verlauf und Knackpunkt
Besonders bitter verlief der dritte Durchgang. Die Residenzstädter hielten dagegen, kämpften um jeden Punkt und hatten beim Stand von 24:23 sogar Satzball. Doch statt sich die Führung zurückzuholen, ließen sie die Chance ungenutzt. Köln zeigte sich in der Crunchtime abgeklärt, drehte den Satz und gewann ihn mit 27:25. Für Lessing war klar: „Das war der Knackpunkt.“
Im vierten Satz fand der PSV schließlich kaum noch Zugriff auf das Spiel. Köln agierte stabil, variabel und selbstbewusst, während Neustrelitz kaum Lösungen fand. Die 17:25-Niederlage besiegelte einen Abend, der bei Spielern und Verantwortlichen lange nachwirkt.
Schwer zu akzeptieren
Kapitän Paul Sprung sprach nach der Partie offen über die Enttäuschung. „Es ist schwer zu akzeptieren, dass wir gegen denselben Gegner wieder so aussehen. Uns fehlt in entscheidenden Phasen die Flexibilität.“ Noch in der Halle zog sich das Team zu einer internen Aussprache zurück – ein ungewöhnlicher, aber bewusster Schritt. „Wir wollten unter uns bleiben, ehrlich miteinander reden und Spannungen klären“, so Sprung.
Durch die Niederlage rutscht der PSV Neustrelitz in der Tabelle auf Rang zehn ab. Viel Zeit zum Grübeln bleibt allerdings nicht: Die Mannschaft wird Antworten finden müssen, vor allem darauf, wie sie Führungssituationen künftig stabiler zu Ende spielt. Mit vollem Fokus auf die eigene Leistung und der Unterstützung der heimischen Fans will der PSV an die erfolgreiche Serie vor dem Jahreswechsel anknüpfen. Die drei Punkte sollen künftig in der Strelitzhalle bleiben.