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Übergabe der Zuwendungsbescheide: Kerstin Jürvitz, stellvertretendes Aufsichtsratsmitglied der MWG, Landtagsabgeordneter Andreas Butzki, Dirk Walde, Christian Pegel, Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Franz und MWG-Vorstand Ronny Seidel (von links).

Landesbauminister Christian Pegel hat heute Nachmittag an die Moderne Wohnungsbaugenossenschaft eG Neustrelitz zwei Zuwendungsbescheide für die Modernisierung von Wohnraum übergeben. Die zinsfreien Darlehen mit Tilgungsnachlässen aus dem Förderprogramm des Landes via Landesförderinstitut erhielt die Genossenschaft für die Modernisierung eines fünfgeschossigen Hauses mit 40 Wohnungen am Pablo-Neruda-Ring 33, 35, 37 und 39 (1,52 Millionen Euro), sowie für einen fünfgeschossigen Wohnblock mit 39 Wohnungen gleich nebenan am Pablo-Neruda-Ring 41, 43, 45 und 47 (1,52 Millionen Euro).

Bei der Modernisierung der baugleichen Plattenbauten (WBS 70) geht es um die Errichtung zusätzlicher Balkone an jeweils 20 Zwei-Raum-Wohnungen sowie die Sanierung der bestehenden Balkone, den Einbau von je vier Aufzügen, die Dämmung der Giebel, die Auffrischung der Treppenhäuser, die Erneuerung aller Elektroleitungen und um Pflasterarbeiten.

Während die Arbeiten am erstgenannten Haus kommenden Freitag abgeschlossen sind, beginnen sie am zweiten Gebäude im Februar kommenden Jahres und sollen bis November 2026 erledigt sein. Zum Einsatz kommen die selben Firmen, nachdem die MWG laut Vorstand Dirk Walde gute Erfahrungen mit ihnen gemacht hat.

Gast angetan vom Erreichten

MWG-Vorstand Dirk Walde hat eingangs den Minister, der bereits 2021 bei der MWG vorbeigeschaut hatte, über die Aktivitäten der Genossenschaft seither informiert. In den vergangenen vier Jahren hat sie 230 Wohnungen modernisiert und den Leerstand um fünf Prozent reduziert. Zugleich stellte Walde die aktuell erledigten Arbeiten vor, zu einer Besichtigung vor Ort fehlte dem Politiker leider die Zeit. Pegel äußerte sich sehr angetan von dem Erreichten.

Dirk Walde würdigte grundsätzlich die Parameter der Förderung durch das Land. Die Konditionen seien wirklich gut. Kritische Worte fand der MWG-Vorstand hinsichtlich der Bearbeitungszeit von Förderanträgen. Anderthalb Jahre, wie im konkreten Fall, seien auch angesichts rasant ansteigender Baupreise einfach ein zu langer Zeitraum. Pegel zeigte Verständnis, verwies aber zugleich auf das enorme Arbeitsvolumen, das durch das Landesförderinstitut bei begrenzten personellen Ressourcen zu bewältigen ist.

Wie Strelitzius im Gespräch mit Dirk Walde erfuhr, werden nach Ende der Modernisierung der beiden Blöcke 26 belegungsgebundene Wohnungen zur Verfügung stehen. Von der Mietpreisbindung profitieren Neustrelitzer, die einen Wohnberechtigungsschein haben. Die Bearbeitung erfolgt durch die Stadtverwaltung und sei, so der MWG-Vorstand, gut angelaufen.

Der bereits fertig modernisierte Wohnblock im Pablo-Neruda-Ring.