Schlagwörter
2. Bundesliga Nord, Mecklenburg-Strelitz, Moerser SC, Nachbericht, PSV Neustrelitz, Volleyball

Nach sechs erfolglosen Ligapartien durften die Volleyballer des PSV Neustrelitz am Samstagabend endlich wieder jubeln (Strelitzius berichtete kurz). Mit einem deutlichen 3:0-Erfolg gegen den Moerser SC setzte das Team ein Ausrufezeichen im Tabellenkeller der 2. Bundesliga. Als der letzte Aufschlag der Gäste im dritten Satz ins Aus segelte, brach in der Strelitzhalle grenzenloser Jubel aus – die rund 300 Zuschauer feierten den erlösenden Dreier wie einen kleinen Befreiungsschlag, schreibt mein Blogpartner Jesco Genzmer, Außenangreifer bei den Residenzstädtern.
Obwohl das Ergebnis am Ende klar wirkt, war der Weg dorthin für die Neustrelitzer alles andere als leicht. Besonders die ersten beiden Durchgänge boten ein Duell auf Augenhöhe. Beide Teams kämpften verbissen um jeden Ball, doch in den entscheidenden Momenten erwies sich der PSV als nervenstärker. „Wir haben in den Crunch-Time-Situationen die Ruhe bewahrt und die richtigen Lösungen gefunden“, lobt Jesco Genzmer das Spiel seines Teams.
Der Auftaktsatz war aus PSV-Sicht zunächst ein Kraftakt: Nach einem 5-Punkte-Rückstand kämpfte sich die Mannschaft beeindruckend zurück. Druckvolle Aufschläge und ein stabiler Block brachten die Gastgeber wieder ins Spiel – und am Ende zum Satzgewinn.
Im zweiten Durchgang war es dann der PSV, der eine eigentlich komfortable 19:16-Führung kurzfristig aus der Hand gab. „Da haben wir den Gegner zu sehr eingeladen“, so Genzmer. Doch auch diesmal zeigte das Team Moral, drehte den Satz erneut und baute die Führung auf 2:0 aus.
Den dritten Satz dominiert
Während die Neustrelitzer von Satz zu Satz sicherer wurden, schien Moers den vergebenen Chancen nachzutrauern. Zwar lagen die Gäste im dritten Durchgang zwischenzeitlich mit zwei Punkten vorn, doch danach nahm der PSV richtig Fahrt auf. Angeführt von einer starken Annahme und variablen Angriffen, rollte der Offensivzug der Gastgeber unaufhaltsam. Punkt um Punkt setzten sie sich ab und entschieden den Satz schließlich deutlich für sich.
Mit dem zweiten Saisonsieg klettert der PSV auf Platz 10 und sammelt wichtige Punkte. Die Mannschaft belohnte sich nicht nur für eine kämpferisch starke Leistung, sondern zeigte endlich wieder das Selbstbewusstsein, das in den vergangenen Wochen oft gefehlt hatte. „Dieser Sieg tut uns richtig gut“, betont Jesco Genzmer. „Wenn wir diese Energie mitnehmen, können wir auch in den kommenden Spielen wieder konkurrenzfähig auftreten.“