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Mecklenburg-Strelitz, Pokal, PSV Neustrelitz, SV Lindow-Gransee, Volleyball, Vorbericht

Die Liga pausiert erneut bei den Volleyballern aus Neustrelitz. Zu aller Freude dürfen sie sich am Wochenende dennoch beweisen. In der Qualifikation für die Hauptrunde des DVV-Pokals müssen sie beim Ligakonkurrenten und Regionalpokalsieger Nordost in Gransee antreten. Auch jeder PSV-Fan ist natürlich willkommen. Wegen der in dieser Woche gesperrten B 96 in Fürstenberg und der damit einhergehenden weitläufigen Umleitung kann der PSV Neustrelitz diesmal keinen Sonderbus stellen, teilt Teammanager Marc Lessing mit.
Im Jahr 2019 haben die PSV-Volleyballer bereits eine Pokalrunde in Gransee absolviert, bei dem an die 100 Neustrelitzer den Weg auf sich nahmen. Die Partie verlor man ganz knapp mit 2:3. „Wir waren schon sehr enttäuscht das Achtelfinale nicht erreicht zu haben. Im Regionalpokal haben wir die Kieler und Warnemünder geschlagen und sind über uns hinausgewachsen. Wir waren kurz davor als damals noch Drittligist das fast Unmögliche möglich zu machen“, blickt PSV-Kapitän Paul Sprung. Das Highlight in der Strelitzhalle blieb dann damals aus. In der Saison, die durch die Corona-Pandemie vorzeitig beendet wurde, konnte man den inoffiziellen Meistertitel feiern und stieg in der Folge in die 2. Bundesliga auf.
Einzigartiger Moment vor vier Jahren gegen die Netzhoppers
Die erste und einzige Teilnahme im DVV-Achtelfinale des PSV Neustrelitz gelang vor vier Jahren. Dort schaffte man es als Zweitplatzierter des Landespokals in die nächste Runde. Im Regionalpokal wurden der ETV Hamburg im Halbfinale und der SV Warnemünde im Finale geschlagen. Mit dem Erfolg qualifizierte man sich direkt für das Achtelfinale des DVV-Pokals, bei dem die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen in der Bundespolizeisporthalle Neustrelitz auftraten. Ein einzigartiger Moment, den über 500 Zuschauende mitverfolgten und den Abend zu einem unvergesslichen Moment machten. Die Partie ging damals mit 3:0 an die Gäste aus Brandenburg.
„Wenn ich mich zurückerinnere, dann ist die Halle fast aus allen Nähten geplatzt. Es waren so viele Menschen anwesend, die es genauso wenig wie ich abwarten konnten, dass das Spiel beginnt. Wir haben die Partie zwar verloren, aber haben uns wacker geschlagen. Traurig war damals niemand, sondern eher super glücklich und überwältig von der besonderen Atmosphäre. Das kann gern wieder so sein. Dieses Mal wäre es in der Strelitzhalle möglich“, berichtet Libero Jacob Genzmer.
In diesem Jahr ist der Weg zum großen Traum erneut offen. Nachdem der PSV den Landespokal in Rostock gewinnen konnte, profitierte er im anschließenden Regionalpokal von drei Absagen der Konkurrenten aus Warnemünde, Kiel und Hamburg. So standen die Neustrelitzer kampflos als Regionalpokalsieger Nord fest und dürfen nun um den Einzug ins Achtelfinale spielen.
Das wird kein Zuckerschlecken
Die Partie am Samstagabend wird kein Zuckerschlecken für das Team aus der Mecklenburgischen-Seenplatte. Mit dem SV Lindow-Gransee wartet der Ligakonkurrent, der bisher gut in die Saison gestartet ist. Als souveräner Regionalpokalsieger Nordost haben sich die Brandenburger für die anstehende Partie qualifiziert und sind nun gewappnet. Mit seinem Team will Trainer Björn Andre sowohl in der Liga als auch im Pokal das Maximum aus seiner Truppe herausholen und zugleich den Traum vom Achtelfinale möglich machen. In der nächsten Pokalrunde wartet dann der Vorjahres Dritte der 1. Bundesliga und CEV-Cup-Teilnehmer Helios Giesen Grizzlys aus Hildesheim.
PSV-Coach Fabio Bartolone sieht die morgige Partie als Chance, den zuletzt fehlenden Schwung wiederzufinden. „In der Liga stehen wir aktuell nicht sehr gut da. Uns fehlt die nötige Konsequenz, um ein Spiel erfolgreich zu gestalten. Zudem haben wir mit einigen Verletzungen und Krankheitsfällen zu kämpfen. Daher wollen wir das Spiel am Samstag in Gransee so gut wie möglich nutzen, um wieder in Fahrt zu kommen. Was am Ende dann bei herausspringt, wird man sehen.“
Die Voraussetzungen für ein packendes Pokalduell sind also gegeben. Beide Teams wissen, was auf dem Spiel steht: ein Platz im Achtelfinale und die Aussicht, gegen einen Erstligisten anzutreten. Spielbeginn ist um 18 Uhr in der Dreifelderhalle Gransee.
