Schlagwörter
Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Odebrecht, Priebe, Rücktritt, SPD, Stadtpräsident, Tschirch, Wehrführer

Der Neustrelitzer Wehrführer Thomas Tschirch und weitere Kameraden sind nach offensichtlich längeren Turbulenzen innerhalb der Feuerwehr der Residenzstadt und zwischen Feuerwehr und Rathaus aus Frust von ihren Posten zurück- und aus der Feuerwehr ausgetreten. Stadtpräsident Max Odebrecht, der sich seit eineinhalb Jahren um Vermittlung zwischen den Konfliktparteien bemüht, will sich noch heute in einem Brief an Thomas Tschirch wenden und um dessen Rückkehr ins Amt bitten. „Es ist höchste Zeit Frieden zu schließen und die Egos auf allen Seiten zurückzuschrauben“, sagte mir der Stadtpräsident auf Anfrage.
Unterdessen hat die SPD-Fraktion der Stadtvertretung Neustrelitz ihr tiefes Bedauern über den Stand der Dinge zum Ausdruck gebracht. Besonders der Schritt von Thomas Tschirch, der über 40 Jahre lang ehrenamtlich in der Feuerwehr aktiv war und als Wehrführer Verantwortung getragen hat, erfülle die Fraktion mit Sorge und Wehmut, heißt es in einer Erklärung.
„Wir haben großen Respekt vor der Lebensleistung von Thomas Tschirch. Über Jahrzehnte hat er die Feuerwehr Neustrelitz geprägt und damit einen unschätzbaren Beitrag für die Sicherheit unserer Stadt geleistet“, so Daniel Priebe, Vorsitzender der SPD-Fraktion Neustrelitz.
Als Zeichen der besonderen Anerkennung schlägt die SPD-Fraktion vor, Thomas Tschirch für seine Verdienste mit der Rathausmedaille oder einer gleichwertigen städtischen Ehrung auszuzeichnen. Abschließend bekräftigt die SPD-Fraktion ihre Unterstützung: „Unsere Feuerwehr ist das Rückgrat der Sicherheit und ein starkes Stück Gemeinschaft. Wir stehen fest an ihrer Seite und sind bereit, bei internen Schwierigkeiten auch vermittelnd tätig zu werden.“
Der Dank gelte zugleich allen weiteren Kameradinnen und Kameraden, die ihren Rücktritt erklärt haben. „Eine solche Entscheidung fällt nicht leicht und verdient unseren Respekt. Gleichzeitig zollen wir größte Anerkennung denen, die weiterhin rund um die Uhr für die Sicherheit unserer Stadt sorgen – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.“