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Bilanz, Deutsche Tanzkompanie, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Spielzeit

Die Deutsche Tanzkompanie kann nach Abschluss der Spielzeit 2024/2025 ein positives Resümee ziehen. Kompanie, Kooperations- und Gastspielpartner und das Publikum haben damit gemeinsam der lange
unsicheren Situation getrotzt. „Die nun zu Ende gegangene Saison war reich an künstlerisch herausragenden Momenten und zugleich auch ein Kraftakt.“, so Marco Zabel, geschäftsführender Direktor. „In der Rückschau gehört beides zusammen. Zugleich wünschen wir uns, dass Glücksgefühl und Belohntsein anhalten.“
Die Kompanie verzeichnet insgesamt 102 ganz unterschiedliche Vorstellungen und Veranstaltungsformate. Dabei konnten fast genau 38.000 Zuschauer gezählt werden. Nahezu die Hälfte dieses Publikums (18.500 Zuschauer) erlebte die Deutsche Tanzkompanie im Rahmen der Kooperation bzw. in Koproduktionen mit der Theater und Orchester Gesellschaft Neubrandenburg/Neustrelitz. Dazu zählen die Festspiele im Schlossgarten ebenso wie die gefeierten Musiktheaterproduktionen „Chicago“, „The famous door on Swing Street“ und „Die Fledermaus“ oder auch der Neustrelitzer Theater- und Opernball.
Eigenes Spielplanangebot breit angelegt
Das eigene Spielplanangebot enthielt die sehr erfolgreiche Märchenrevue „Es war einmal – Grimm Reloaded“, das neueinstudierte Tanzstück „Der Tod und das Mädchen“ (Premiere in Putbus), die Uraufführung von „Schweben – halb du, halb ich“ (Premiere im Landestheater Neustrelitz), die
Wiederaufnahme des Tanzpoems „Wasser“ und die Uraufführung der Tanzallegorie „Luft“ (Premiere im Schauspielhaus Neubrandenburg).
In besonderer Erinnerung wird die von der Bundeskulturstiftung geförderte Vorstellungsreihe „Vom Schweben“ bleiben, u.a. mit einem gemeinsamen Stück von Deutscher Tanzkompanie und der Kölner Gruppe Overhead Project. „ich, du, wir“ (Premiere im Ernst-Barlach-Theater Güstrow, in einem
Pre-Premieren- bzw. Laborabend auch in Neustrelitz präsentiert) lotete die Gemeinsamkeiten von Tanz und Neuem Zirkus aus. Das bejubelte „Momentum – Wir tanzen weiter“ mit Choreographien aus dem Ensemble konnte produktionsbedingt nur einmal im Juni gezeigt werden, während „Camille – ein getanzter Moment“ bereits viermal berühren konnte (davon dreimal ausverkauft in der ehemaligen Landesirrenanstalt Domjüch).
Großer Abschluss auf dem Schlossberg
Open-air präsentierte sich das Ensemble zuletzt beim großen Spielzeitabschluss auf dem Neustrelitzer Schlossberg mit Auszügen aus den drei Produktionen des Elementzyklus‘ „Feuer“, „Wasser“ und „Luft“ (Strelitzius berichtete). Open-air war die Deutsche Tanzkompanie auch auf dem Bundesfest zur
Deutschen Einheit in Schwerin zu erleben.
Mit zwei kleinen Choreographien zum 150. Todestag Fritz Reuters, aufgeführt in der Landesvertretung M-V in Berlin (im Auftrag der Stadt Neubrandenburg), wurde ein Rückgriff auf die eigene Tradition zwischen
Folklore und Volkstanz gemeistert. Dazu kamen eine Reihe von Projekten, workshops und open-classes in Neustrelitz, Neubrandenburg und an Gastspielorten.
Im Mai war zwischen Landesregierung, kommunalen Unterstützern und Stiftung Deutsche Tanzkompanie eine Einigung zur Zukunftssicherung des Tanzensembles mit Sitz in Neustrelitz erzielt worden. Die 1991
gegründete Stiftung Deutsche Tanzkompanie ist in Profil und Struktur deutschlandweit einzigartig. Neben dem Gastspiel- und Tourneebetrieb ist sie vor allem in der Mecklenburgischen Seenplatte zu erleben. Dabei kooperiert die DTK eng mit der Theater und Orchester Gesellschaft Neubrandenburg/Neustrelitz.
