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Die Durststrecke ist überwunden! Nicht ganz der richtige Begriff, denn eigentlich geht es mehr ums Essen. Bei den Fans italienischer Küche in Wesenberg hatte sich eine gewisse Verzweiflung breit gemacht, nachdem „unser“ Sizilianer Giovanni von jetzt auf gleich abhanden gekommen ist. Nichts Genaues weiß man bis heute.

Dieser Tage nun schrieben mir Freunde, die gleich meiner Wenigkeit stark unter dem Verlust gelitten hatten, von einer neuen gastronomischen Heimat. Wenn auch nicht in der Woblitzstadt, aber gleich nebenan in Useriner Mühle. Aus dem Restaurant „Seeblick“, das zuletzt nur noch ein exquisit überdachter Imbiss war, ist nach längerem Leerstand das Ristorante „Al Lago“ geworden. Hatte ich auch schon auf dem Faden, nun gab es natürlich unter dem Eindruck des mitgeschickten Pizza-Fotos kein Halten mehr.

Den besten Tag haben wir nicht erwischt, was aber dem „Al Lago“ nicht anzulasten ist. Petrus sperrte faktisch den wunderbaren Garten mit Blick auf den malerischen Useriner See. So drängte sich alles, und das in der touristischen Hochsaison, im Inneren zusammen, während draußen gewartet wurde, dass endlich ein Platz frei wird. Hinzu kamen gleich drei Hundebesitzer samt Vierbeinern gleichzeitig zu Tisch, die sich nicht leiden konnten. Also, die Hunde konnten nicht miteinander, darunter einer vom Ausmaß einer mittleren Kommode. Hier schweigt des Sängers Höflichkeit.

Speisen und Getränke sind qualitativ nicht zu beanstanden, das in Deutschland klassische Italiener-Sortiment, mit einer Freundlichkeit und Souveränität serviert, die das Herz wärmen und zu Wohlgefühl nebst eigentlich Verweilverlangen führen.

Fazit: eine Empfehlung von Strelitzius. Sollte es noch Sommer in diesem Jahr werden, sitzen wir das nächste Mal im „Al Lago“ garantiert freiluftig. Gern auch mit Blick auf Nachbars Wuffi. Vergessen zu fragen habe ich, ob eine ganzjährige Bewirtschaftung vorgesehen ist. Aber eigentlich kenne ich kaum eine Gaststätte ausländischer Küche, die sich rund ums Jahr eine längere Pause gönnt. Das „Al Lago“ im Winter kann ich mir nicht minder gut für eine Einkehr vorstellen.

Noch mal zurück zu Giovanni. Da hat doch jemand im Wesenberger Leitsystem die Wegweiser zum ehemaligen Restaurant einfach mit einem Zettel „Dauerhaft geschlossen“ überklebt. Abschrauben war wohl zu aufwändig?

Die Jungs haben den Laden voll im Griff.
Der Garten mit tollem Seeblick derzeit wetterbedingt häufig verwaist.