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Kino, Latücht, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Sommerfilmtage

In schöner Atmosphäre unter freiem Himmel zu sitzen und einen guten Film zu schauen, das ist schon etwas Besonderes. Ein Kinogenuss, mit dem sich der Neubrandenburger Verein „Latücht – Film & Medien e.V.“ sehr gut auskennt. Zum 24. Mal organisieren die Latücht-Mitstreiter die überregional beliebten Neubrandenburger Sommerfilmtage. In diesem Jahr laufen vom 3. bis 11. August an drei Spielorten neun Filme.
„Wir entführen unsere Besucher in Geschichten, die mal abenteuerlich, mal voller Witz und Humor, mal voller Musik, mal voller Romantik sind und manchmal auch nachdenklich machen,“ heißt es seitens der Organisatoren. Auch in diesen Sommer wird der idyllische Latücht-Garten für das Mondscheinkino extra eingerichtet und gut 60 Gästen Platz bieten.
Doch los geht es traditionell im Treptower Tor. Um 19.00 Uhr beginnt hier am Sonnabend, 3. August, der Einlass zur musikalischen Eröffnung der 24. Neubrandenburger Sommerfilmtage. Ab 20 Uhr bietet die Formation „Jockel und Band“ sommerliche Musik von Eric Clapton bis Van Morrison und spielt auch eigene Titel. Platz zum Tanzen ist eingeplant, und Training für die Lachmuskeln dürfte nach dem Live-Konzert ab etwa 22 Uhr die französische 2024er Komödie „Oh la la – wer ahnt denn sowas?“ garantieren.
Auf Wetterumschwung eingestellt
Vorbereitet haben sich die Veranstalter auch auf unplanbare Wetteränderungen, und so kann im Fall der „Regen“-Fälle das Eröffnungsprogramm im Kino Latücht stattfinden. An den folgenden Sommer-Filmabenden beginnt um 20.30 Uhr der Einlass, ab dem 9. August schon um 20 Uhr. „Film ab“ heißt es gegen 21.45 Uhr, wenn der Himmel dunkel genug ist. Die Zeit zwischen den Sonntagen 4. und 11. August füllen sieben Filmabende mit brandaktuellen wie auch nachgefragten Filmstreifen im gemütlichen Latücht-Garten.
Zwischendurch – am Mittwoch, 7. August – gibt es in Zusammenarbeit mit dem Regionalmuseum Neubrandenburg ein Gastspiel im Klostergarten als dritten Spielort. Der deutsche Film „Alle reden übers Wetter“ (2022) ist das Spielfilmdebüt von Annika Pinske. Die Autorin und Regisseurin zeichnet in ihrem Erstlingswerk mit großer Souveränität ein pointiertes Gesellschaftsporträtund lässt die oberflächlich gegensätzlichen Welten von Stadt und Provinz in erzählerischer Zweiteilung aufeinanderprallen.
Zu sehen ist im Latücht-Garten am 4. August „Die Herrlichkeit des Lebens“ (Deutschland/Österreich 2024), der teilweise in Mecklenburg-Vorpommern gedreht und mit einer Förderung des Landes produziert wurde. In der Adaption des gleichnamigen Romans von Michael Kumpfmüller geht es um das letzte Lebensjahr von Franz Kafka, vor allem um seine letzte große Liebe.
Bei einer französischen Feelgood-Komödie lässt sich der Feierabend am Montag, 5. August, sicher entspannt unter freiem Himmel im Latücht-Garten genießen. „Reif für die Insel“ (2023) sind zwei wiedervereinte Freundinnen, die Urlaub auf einer griechischen Insel machen und alte Gemeinsamkeiten entdecken.
Erinnerung an Amy Winehouse
Mit „Back to Black“ (USA, Großbritannien, Frankreich 2024) ist der Regisseurin Sam Taylor-Johnson ein Spielfilm über die Ausnahmesängerin Amy Winehouse gelungen, der das Talent und die Schönheit der großartigen Künstlerin in Erinnerung bringt. In den Abendhimmel flimmert die bemerkenswerte Geschichte mit grandiosen Songs am Dienstag, 6. August.
Nach dem Gastspiel im Klostergarten kommt am Donnerstag, 8. August, der Film „Juliette im Frühling“ (Frankreich 2024) im Latücht-Garten auf die Leinwand. Regisseurin Blandine Lenoir fragt in dieser leichtfüßigen Komödie beharrlich nach dem eigenen Platz, den sich jeder in seiner Familie erstreiten muss.
Und was steht noch im Latücht-Sommer-Filmkalender? Einmal, dass die Tage ja immer kürzer werden und zum Genuss des Sommerabends der Einlass ab Freitag, 9. August, bereits um 20 Uhr beginnt.
Außerdem gibt es neben dem freien Sommerdrink ’24 auch leckere Bratwürste vom Grill und luftige Musik im Latücht-Garten. “Bob Marley: One Love” (USA 2024) ist der erste Kinospielfilm, der die Geschichte der Reggae-Ikone Bob Marley erzählt. Das Biopic ist zwar 130 Minuten lang, hat allerdings außer der Musik auch die spirituelle Beziehung von Marley zur Rastafari-Bewegung und sein politisches Engagement im Blick. Übrigens sind Marleys Witwe und seine Tochter neben Robert Teitel ebenfalls ausführende Produzentinnen.
Sonnabend, der 10. August, ist ein perfekter Tag für „Ein Fest fürs Leben“ (Deutschland 2023). Nur geht es meistens weniger ums große Glück als um die große Katastrophe, wenn im Kino Hochzeiten gefeiert werden. Das gilt auch in diesem Fall, allerdings mit veränderter Perspektive… Das Kinodebut vom Regisseur Richard Huber – ein Remake der französischen Erfolgskomödie „Das Leben ist ein Fest“ – ist ein Fest für die Lachmuskeln. Passend dazu gibt es natürlich den freien Sommerdrink ’24 und als Festessen die beliebten Bratwürste vom Grill.
Charmanter Abschluss
Den charmanten Abschluss der 24. Neubrandenburger Sommerfilmtage bietet am Sonntag, 11. August, „A Killers Romance“ (USA 2023). Auch wenn der Titel so gar nicht charmant klingt, lebt der Film von vielen charmanten Ideen. Richard Linklaters neue Komödie handelt von einem nerdigen College-Dozenten, der als Lockvogel ausgerechnet in der Verkleidung eines vermeintlichen Profikillers die große Liebe findet.
Ebenfalls charmant sind die Latücht-Ideen zu den Sommer-Film-Tagen mit dem freien Sommer-Special-Drink „Cinema Royale“ im Latücht-Garten und kulanten Eintrittspreisen von 11 Euro (ermäßigt neun Euro) für die Abende im Latücht- wie auch Kloster-Garten. Sollte das Wetter doch einmal dazwischen prasseln, steht die Kinokirche als Ersatzspielort immer zur Verfügung.
Im Vorverkauf gibt es montags bis freitags von 9.00 -16.30 Uhr Karten im Kino Latücht.
