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Die Karlsruher störten frühzeitig den Spielaufbau der TSG.

Die Oberligisten der TSG Neustrelitz sind in der 1. Runde des DFB-Pokals vor heimischem Publikum gehörig unter die Räder geraten. Am Ende der einseitigen Partie hieß es 8:0 (3:0) zu Gunsten des Karlsruher SC aus der 2. Bundesliga.

Positiv ist zu bewerten, dass die Platzherren bis zum Umfallen gekämpft und immer wieder versucht haben, sich eigene Chancen zu erarbeiten. Allerdings wurde der gegnerische Keeper Max Weiß nie ernsthaft geprüft. Ganz im Gegenteil Nicolas Jesus Delpino im Kasten der Neustrelitzer, dem es zu danken ist, dass das Ergebnis nicht sogar zweistellig ausfiel.

Den Neustrelitzern fehlten einfach die spielerischen Mittel gegen die Baden-Württemberger, die neben viel Routine klare Schnelligkeitsvorteile und nach hinten raus auch die bessere Kondition zeigten. „Hurra, der KSC ist wieder da“ sangen dessen zahlreich angereisten Fans im gut gefüllten Parkstadion zu Recht. Sie hatten mit ihrer Mannschaft zuletzt andere Zeiten durchlebt. Genaue Zuschauerzahlen hatte Stadionsprecher Arko Mühlenberg nicht parat. Und warum ausgerechnet am „Aktionsspieltag Klimaschutz“ des DFB zur Halbzeit das Flutlicht im Parkstadion eingeschaltet wurde, weiß der Fuchs.

Jörg Buder (rechts) und sein Cotrainer Filip Luksik.

„So hoch will man nicht verlieren, aber es kann passieren“, kommentierte TSG-Coach Jörg Buder nach dem Spiel im Gespräch mit Strelitzius. „Der Drei-Klassen-Unterschied hat sich klar bemerkbar gemacht, die Karlsruher haben im Stil einer Profimannschaft voll durchgezogen. Am Ende hat unserem Team auch die Kraft gefehlt dagegenzuhalten.“

Kapitän verspricht Fans Wiedergutmachung

„Das haben wir uns anders vorgestellt“, sagte mir TSG-Kapitän Kevin Riechert. „Die Karlsruher waren im Kopf einfach immer schneller als wir, viele Spielzüge bei denen laufen fast automatisch ab. Bei uns ist es kaum zum zweiten Ball gekommen, so schnell waren die dazwischen. Das hat der KSC gut gemacht. In der ersten Hälfte hätten wir vielleicht noch ein Tor verdient, zum Ende hin war bei einigen von uns die Muskulatur einfach zu. Leid tut es mir auch für unsere sicherlich enttäuschten Fans, aber wir versprechen im Ligabetrieb dieser Saison Wiedergutmachung.“

Richtig angefressen war TSG-Präsident Hauke Runge. „So eine Blamage habe ich in drei Jahrzehnten Präsidiumsarbeit nicht erlebt“, kollerte er. „Man kann verlieren, aber nicht so.“

Wechsel auf dem Chefposten zum 1. August

Runge war vor der Partie offiziell als Präsident verabschiedet worden. Das Amt hatte er zwei Jahrzehnte bekleidet, davor war er acht Jahre Vizepräsident der TSG Neustrelitz. Ihm folgt auf dem Chefposten zum 1. August Nico Manke. Hauke Runge will nach eigener Aussage noch bis September 2023 im Vorstand bleiben und sich weiter um die Sponsoren kümmern.

Für die Oberligisten der TSG Neustrelitz beginnt die Punktspielsaison 2022/23 am Sonntag, den 7. August, beim MSV Pampow. Strelitzius wird die Mannschaft wie gewohnt durch die Spielzeit begleiten.

Nur selten kamen die Neustrelitzer gefährlich vor das KSC-Tor.
Am Ende reichten auch die Kräfte nicht mehr, um sich gegen die hohe Niederlage zu stemmen.
Die TSG-Kicker bedanken sich bei ihren Fans.
Berechtigter Jubel im Gästeblock.
Danke an Hauke Runge, links neben ihm Nachfolger Nico Manke.