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2007 als schönstes Dorf ausgezeichnet, steht Priepert 2018  erneut im Wettbewerb und vertritt die Mecklenburgische Seenplatte – noch wappenlos – beim Landesausscheid Ende August. 

…natürlich irgendwas mit Wasser.

Die Prieperter Gemeindevertretung hat Ende März beschlossen, dass Priepert ein eigenes Wappen erhalten soll. Damit solle erreicht werden, dass sich die Einwohner noch mehr mit ihrer Gemeinde identifizieren. Auch für die Außendarstellung sei ein Wappen sehr von Nutzen, hatte es in der Beschlussvorlage geheißen. Aus gegebenem Anlass habe ich Bürgermeister Manfred Giesenberg (CDU) gefragt, ob die Dinge vorangekommen sind.

„Gespräche mit einem Heraldiker aus Hamburg wurden bereits geführt. Im ersten Schritt sollen die Einwohner gemeinsam mit dem Experten sondieren, welche Motive für Priepert prägnant sind. Beispiele: Motive aus der Fischerei, Landwirtschaft, Handwerk, Ziegelei, Hexe Hahn, Wasser natürlich…“, so mein Blogfreund Manfred Giesenberg. Hier seien insbesondere die älteren Einwohner gefragt, ihre Ideen und geschichtlichen Erfahrungen einzubringen. Im zweiten Schritt werde der Heraldiker seinen Entwurf zur Diskussion stellen, bevor dann im dritten Schritt die endgültige Fassung beschlossen und zum Innenministerium zur Genehmigung eingereicht wird.

In Schwerin laufen die Prieperter mit Sicherheit offene Türen ein. „Aus mir unerfindlichen Gründen, gibt es in diesem wunderschönen Land mit seiner sehr langen Historie immer noch Gemeinden, die kein Wappen vorweisen können“, hat Innenminister Lorenz Caffier (CDU) heute erklärt. „Das geht so nicht! Als zuständiger Minister leistete ich meinen Beitrag dazu, um diesen Zustand zu ändern.“ Heute hat nämlich die Gemeinde Neuburg im Landkreis Nordwestmecklenburg endlich ihr eigenes Wappen erhalten – nach fast genau 800 Jahren! Priepert wurde 1351 erstmals urkundlich erwähnt.

Innenminister Lorenz Caffier (Mitte) bei der heutigen Übergabe der Wappengenehmigung in Neuburg. Foto: Innenministerium