Schlagwörter

, ,

Burkhard Schüler, Hannelore Westfalen und Klaus Düe (von links) taufen den Neuwesenberger auf den Namen Woblitzfischer Klaus.

Mit Woblitzfischer Klaus hat Wesenberg einen neuen Bewohner, der es noch zu einiger Prominenz bringen wird. Zumal der Kerl gut drei Meter groß ist. Er wohnt auf dem Gelände der Villa „Pusteblume“ und weiß auch erst seit dem gestrigen Donnerstagabend, wie er heißt. Der Taufe mit einer Sektfontäne durch seine Quartiergeber Hannelore Westfalen und Klaus Düe (Vornamensgleichheit rein zufällig) sowie seinen Schöpfer Burkhard Schüler wohnten Mitglieder des Burgvereins bei, darunter Bürgermeister Helmut Hamp. Zuvor waren Claas und Hein als zu friesisch für die aus einem Fichtenstumpf gesägte Holzskulptur (Strelitzius berichtete) verworfen worden.

Hobby-Säger Burkhard Schüler will in aller Bescheidenheit so gar nicht in die Nähe der Holzbildhauerei gerückt werden. Der 58-jährige Wesenberger nennt es einfach seine neue Freizeitgestaltung. „Meine Frau mag Dekorationen, und ich arbeite gern mit Holz, da hat es sich so ergeben“, so Schüler beim Plausch mit mir. Immerhin räumt er ein, dass Woblitzfischer Klaus nach hölzernen Pilzen, Weihnachtsbäumen, Äpfeln, Birnen, Hühnern und zuletzt auch Bären doch eine gewisse Herausforderung war. Gesägt habe er den Fischer „mehr so aus dem Kopf heraus“, als dass er tatsächlich einer Vorlage gefolgt sei. Er habe ja auch immer gern gezeichnet.

Eine gute Woche hat der Freizeitkünstler für sein Werk zusammengerechnet benötigt, immer vormittags wurde mit verschiedenen Sägen gearbeitet. Zuletzt erhielt Woblitzfischer Klaus noch einen Schutzanstrich. Und natürlich ein Netz zum Sockel, auf dem sich Fische tummeln. „Die haben ganz schön Arbeit gemacht, wo es filigran wird, sind der Säge eben Grenzen gesetzt“, verrät Burkhard Schüler. Grenzen waren auch vorhanden, als die Säge auf einen verborgenen Nagel stieß. In der Villa „Pusteblume“ hatte es früher einen Kindergarten gegeben und die Mitarbeiterinnen hatten wohl an der Fichte, die es zuletzt auf respektable 26 Meter gebracht hatte, ihre Wäscheleine befestigt.

Über die Jahre ist auf dem Gelände der Villa ein weiterer Nadelbaum riesig geworden. Bei der Skulpturentaufe wurde schon spekuliert, was denn werde, wenn der auch abgenommen werden müsse. Woblitzfischer Klaus war für Klaus Düe übrigens nur zweite Wahl. Der wollte eigentlich eine Nixe. Vielleicht klappt es ja noch.