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Also, meine Holde und ich sind ja bekennende Strelitzer. Es hat uns einfach gefallen, in einem Landkreis zu leben, der eine so große Geschichte hat wie Mecklenburg-Strelitz. Deswegen waren wir ja nun nicht gleich für die Wiedererrichtung des Großherzogtums. Aber nach und nach wurde eine Identität wiederentdeckt, die in den Wirren der Geschichte verloren gegangen war. Der Mensch braucht so ein Zugehörigkeitsgefühl. Und dann kam die von oben durchgepeitschte Kreisgebietsreform und tilgte das zarte Pflänzchen Mecklenburg-Strelitz wieder von der aktuellen Landkarte.

Zumindest im Autokennzeichen dürfen wir das MST aber weiter führen. MSE für Mecklenburgische Seenplatte? Nein, danke! Da sind wir trotzig. Auch bei den jüngsten Autokäufen sind wir Mecklenburg-Strelitz in seinen drei Buchstaben treu geblieben, wenn vielleicht auch nicht mit dem Esprit, der offenbar andere Lokalpatrioten auszeichnet. Wie den Halter oder die Halterin des schwarzen Landrover Freelander 2, der am Freitagvormittag vor mir in Richtung Neubrandenburg gefahren ist. Der trug doch tatsächlich MST MY 1 in der Kennzeichentafel!

Eine größere Liebeserklärung an Mecklenburg-Strelitz ist ja nun nicht vorstellbar, als es kurzerhand zur eigenen Nummer 1 zu erklären. Bleibt zu hoffen, dass es sich bei dem MY nicht um Meiers Yvonne handelte. Kollegin Yvonne Machotzek von der Ostseewelle, meine bessere Hälfte hatte sie im Verdacht, scheidet aus. Die schreibt sich nämlich Ivonne.