Die Pilzsaison hat auch im Nationalpark begonnen. Foto: Nora Künkler
Steinpilz, Pfifferling und Rotkappe: Im Spätsommer zieht die Aussicht auf ein leckeres Pilzgericht und das Sammeln in naturnahen Wäldern viele Menschen hinaus in die Natur. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch im Müritz-Nationalpark das Pilzesammeln während der Saison erlaubt. „Im Nationalpark gilt das Wegegebot: Entlang der Wege können Pilze gesammelt werden, das Verlassen der Wege ist jedoch nicht erlaubt“, erläutert Eike Lucas, Pressesprecher des Müritz-Nationalparks.
Wer sich an die Regeln hält, kann sich ungetrübt über die Fundstücke im Müritz-Nationalpark freuen. Foto: C. Drühl / 1000Seen
Leuchtend gelb lockt der Pfifferling von Juli bis Oktober die Pilzsucher in den Wald. Daher bedeutet die anstehende Saison nicht nur kulinarische Freuden, sondern auch viele Sammler abseits der Wege im Nationalpark. Grundsätzlich besteht im Müritz-Nationalpark ein Wegegebot. Während der Pilzsaison lässt die Nationalparkverwaltung aber eine Ausnahme zu. Außerhalb der Kernzone dürfen im Nationalpark Pilze oder Beeren für den Eigenbedarf gesammelt werden. Abtransport in unzähligen Eimern und Körben zählt jedoch nicht dazu.
Voraussetzung für diese Ausnahme ist dabei der schonende Umgang mit dem Wald und seinen Bewohnern. Die umgebende Flora und Fauna sollte möglichst unberührt bleiben und nach dem Sammeln unbeschadet verlassen werden. Unbekannte Pilze sollten in Ruhe gelassen und nicht sinnlos zerstört werden. Ein ruhiges Verhalten sowie Aktivitäten außerhalb der besonders sensiblen Dämmerungszeiten sollten selbstverständlich sein.
Leider entstehen während der Saison immer wieder Probleme mit Fahrzeugen. Das Nationalparkamt weist daher nochmals darauf hin, dass das Befahren von Wegen mit Motorfahrzeugen weiterhin untersagt ist, ebenso das Parkieren außerhalb der ausgewiesenen KFZ-Stellplätze. Beides wird mit Bußgeldern geahndet.