Weltweit wird die Anzahl der Freimaurer auf ca. 3 Millionen geschätzt, die in Logen rund um den Erdball organisiert sind. Sie treffen sich unter überwiegendem Ausschluss der Öffentlichkeit zu rituellen Veranstaltungen, die als Tempelarbeit bezeichnet werden. Was dort genau geschieht, darüber sprechen die „Brüder“ in der Öffentlichkeit nicht. Dennoch geben Freimaurerlogen in öffentlichen Veranstaltungen einen kleinen Einblick in ihre Tätigkeit, so auch die Neustrelitzer Loge „Georg zur wahren Treue“ am 10. Februar.
Die Wurzeln der Freimaurerei liegen teilweise im Dunkeln. Dies gibt Anlass für viele Spekulationen und Mythen. Doch auch die jüngere Geschichte droht in Vergessenheit zu geraten. Daher befasst sich die Neustrelitzer Loge „Georg zur wahren Treue“ bei ihrem nächsten öffentlichen Gästeabend mit der Geschichte der Freimaurerei in Mecklenburg-Vorpommern und Neustrelitz. Dieser findet am Dienstag, den 9. April, um 19 Uhr, im Logenhaus Neustrelitz (Friedrich Wilhelmstraße 36) statt. Referent ist Günter J. Stolz, der die örtliche Loge mit aufgebaut und diese neun Jahre lang als vorsitzender Meister geleitet hat. Er wird in seinem Vortrag einerseits auf die Ursprünge der Freimaurerei eingehen und die Anfänge in Mecklenburg aber über die Reaktivierung der Loge und deren Aufbau seit 1992 berichten.
Besonders stolz ist man darauf, dass die Neustrelitzer Loge die erste reaktivierte Loge in den neuen Bundesländern war, die ihren gesamten Vorstand mit örtlichen Mitgliedern besetzen konnte. Zu der positiven Entwicklung hat sicherlich auch beigetragen, dass das Logenhaus sehr früh an die Freimaurerei zurückgegeben wurde und den örtlichen „Brüdern“ eine Heimstatt geboten hat. So konnten schon sehr früh rituelle Arbeiten vor Ort durchgeführt werden. Auch hierüber wird in der öffentlichen Veranstaltung berichtet. Auch wenn die Neustrelitzer Loge nur Herren aufnimmt, sind zum Gästeabend selbstverständlich auch Damen herzlich willkommen.