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Diskussion, Energieprojekte, Mecklenburgische Seenplatte, Vorträge, Wirtschaftsförderung

Am heutigen Dienstag lud die Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH (WMSE) zur achten digitalen Vortrags- und Diskussionsrunde #MSEwasserstoff zum Thema „Zukunftsorientierte Energieprojekte aus MSE“.
Michael Scharf, Geschäftsführer der Fleesensee Holding GmbH und diesjähriger Preisträger des Wirtschaftspreises MSE, gab zum Einstieg interessante Einblicke in ein ambitioniertes Projekt des größten Ferienresorts im Landkreis. Da dieses, mit drei Hotels, einer Wasserwelt mit Spa und mehr als 450 Mitarbeitenden, von den Stadtwerken hinsichtlich einer Gasmangellage als nicht systemrelevant eingestuft wurde, entstand im Frühjahr 2022 die Idee des Baus einer eigenen Tiefengeothermieanlage zur Wärmeversorgung des Resorts und ggf. des Ortes Göhren-Lebbin. Basis der angestellten Untersuchungen und Planungen bis zur Inbetriebnahme der Anlage Ende 2027 ist die Tatsache, dass ganz MSE mit der Lage im Norddeutschen Becken über hervorragende tiefengeothermische Grundlagen – Thermalwasserfelder mit rund 70 °C heißes Wasser in maximal 1.700 Metern Bohrtiefe – verfügt. Das heiße Wasser wird über Pumpen in einem geschlossenen Kreislaufsystem gefördert und für die Wärmeversorgung, in Abhängigkeit von der Anreicherung mit Mineralstoffen und Salzen auch für Anwendungen im Bade- und SPA-Bereich, genutzt. Mit dem Ziel der Versorgungssicherheit für das Resort sowie einer weiteren Verbesserung der Klimafreundlichkeit einher geht bei der ersten deutschen Tiefengeothermie-Anlage in privater Hand eine geschätzte Kostenersparnis von jährlich rund 400.000 Euro, verglichen mit der bisherigen Gas-Versorgung.
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