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Begleitprogramm, DDR, Kunstsammlung, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Räume der Sehnsucht, Sonderausstellung, Surrealismus
Am 7. Oktober widmen sich gleich zwei Veranstaltungen in der Kunstsammlung Neubrandenburg dem Surrealismus als künstlerische Strategie und Stilmittel in Literatur, Musik und Film. Während die Sonderausstellung „Räume der Sehnsucht“ die Vielfalt surrealistischer Malerei und Grafik in der Kunst in der DDR in ihrer ganzen Fülle auffächert, bieten die Beiträge am 7. Oktober einen Einblick in surrealistische Dichtung in der DDR und in die zeitgenössische Rezeption dieses Stils in Film und Musik.
Um 18 Uhr liest Michaela Winterstein Texte von Elke Erb, Gert Neumann, Wolfgang Hilbig, Lutz Rathenow, Uwe Kolbe und Cornelia Schleime.
Im Gegensatz zur bildenden Kunst, die in der Ausstellung erstmals so umfassend zusammengetragen wurde, ist die surrealistische Strömung der Dichtung in der DDR bereits gut erforscht. Dichterinnen und Dichter wie Wolfgang Hilbig, Gert Neumann und Elke Erb schufen poetische Sequenzen, die ähnlich wie die ausgestellten Kunstwerke den Blick in die Räume der Sehnsucht, in eine rätselhafte Welt der Träume und Visionen eröffnen – jenseits der vernunftmäßig zu erfassenden Realität. Die Mecklenburgische Literaturgesellschaft hat einige dieser Texte unter dem Motto „Die Wilden am Tollensesee. Surrealismus in der DDR-Literatur“ zusammengestellt.
Die Lesung findet im Rahmen der Uwe Johnson-Tage 2026 der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft statt. Eintritt 6 Euro.
Tickets und Information unter:
Mecklenburgische Literaturgesellschaft e.V.
Telefon: 0395 544 16 71
E-Mail: pegasus-mlg@gmx.de
www.mlg.de
Um 20 Uhr wird das Programm „SVIRSKY KURZ & SURREAL: Live-Musik und Animationsfilm§ gezeigt.
Sasha Svirsky ist ein russischer Filmemacher, Illustrator, Grafiker und Maler. Er wurde 2024 mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet. Er nutzt digitale Animation als künstlerisches Werkzeug, um philosophische Erzählungen in visuelle Erlebnisse zu übersetzen. Seine experimentellen Filmminiaturen kombinieren eindrucksvoll surrealistische Stilmittel mit dem digitalen Medium. Begleitet werden die Filme von live aufgeführten, musikalischen Improvisationen des Pianisten und Komponisten Jürgen Kurz, der als Meister der aktuellen Stummfilmmusik gilt.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des dokumentART Filmfestivals 2026 statt. Eintritt: frei
Anmeldung bis zum 6.10.2026, 16 Uhr unter Tel. 0395-555-1290
oder per E-Mail an kunstsammlung@neubrandenburg.de
