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Vom 2. bis 27. März finden in Neubrandenburg die siebten Frauen-Aktionswochen statt. Mit 137 Veranstaltungen, 102 Mitwirkenden und 26 Aktionstagen haben sich die Aktionswochen zur größten Initiative dieser Art in der Region entwickelt. Was 2020 mit 21 Angeboten begann, ist heute eine stadtteilübergreifende Beteiligungsinitiative mit großer öffentlicher Resonanz. Vereine, Institutionen, Unternehmen, politische Akteurinnen und Akteure sowie engagierte Privatpersonen gestalten gemeinsam ein vielfältiges Programm.

Eröffnet werden die Frauen-Aktionswochen am Montag, 2. März, um 11 Uhr mit einer Flaggenhissung vor dem Rathaus. Oberbürgermeister Nico Klose wird die Teilnehmenden begrüßen und gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Vier-Tore-Stadt, Christina Küster, und weiteren Mitwirkenden ein sichtbares Zeichen für Gleichstellung, Solidarität und Wertschätzung setzen

Rund um den 8. März – den Internationalen Frauentag – verdichtet sich das Programm besonders. Neben Gedenkveranstaltungen an den Frauenehrenmalen stehen kulturelle Höhepunkte wie die Revue „Marika Rökk – Eine Nacht voller Seligkeit?“ im Schauspielhaus, Filmvorführungen im Kino Latücht sowie eine unterhaltsame Zeitreise durch die Stadtgeschichte im Regionalmuseum auf dem Programm.

Gesellschaftliche Themen im Fokus

Neben Kultur- und Begegnungsformaten greifen zahlreiche Veranstaltungen gesellschaftspolitische Fragen auf:

  • die Ausstellung „Gemeinsam gegen Sexismus“
  • Workshops zu Care-Arbeit und Rollenbildern
  • Angebote zur beruflichen Neuorientierung und Existenzgründung
  • Präventions- und Gesundheitsformate
  • Aktion „Stein des Anstoßes“, die auf Gewalt an Frauen aufmerksam macht

Die Frauen-Aktionswochen verbinden Information, Austausch und konkrete Unterstützung.

Kommunalpolitik setzt Zeichen

Auch Vertreter der Stadtspitze beteiligen sich mit eigenen Beiträgen am Programm. Am Donnerstag, 5. März, um 18 Uhr (Einlass ab 17.30 Uhr) liest Oberbürgermeister Nico Klose im Saal des Stadtarchivs (Eingang Darrenstraße) aus dem Buch „Erzähl doch mal von früher“ von Loki Schmidt.

Am Donnerstag, 26. März, um 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) folgt im Literaturzentrum Neubrandenburg (Gartenstraße 6) die Lesung „Aus dem Werk von Rita Süssmuth“, organisiert von Stadtpräsident Thomas Gesswein. Beide Veranstaltungen finden auf Spendenbasis statt.

Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird um Anmeldung gebeten: für die Lesung mit dem Oberbürgermeister im Stadtarchiv unter Tel. 0395 555 2685 oder per E-Mail an ob@neubrandenburg.de, für die Lesung mit dem Stadtpräsidenten im Literaturzentrum unter Tel. 0395 5666 778 oder per E-Mail an info@literaturzentrum-nb.de.

Gründung eines Mütter-Netzwerks

Über die einzelnen Veranstaltungen hinaus entstehen im Rahmen der Frauen-Aktionswochen auch langfristige Strukturen. So startet am Montag, 16. März, um 9 Uhr. in der Caritas Begegnungsstätte (Clara-Zetkin-Straße 53) der Auftakt zur Gründung eines Mütter-Netzwerks. Bei einem offenen Begegnungsfrühstück kommen Mütter, Kinder und Fachkräfte miteinander ins Gespräch. Ziel ist es, einen dauerhaften Austauschraum zu schaffen, der unterstützt, vernetzt und stärkt. Organisiert wird das Treffen von der Familienkoordination der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg, Natalia Shchebetovska, gemeinsam mit dem Stadtteilbüro Süd und der Caritas Begegnungsstätte. Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis.

Gleichstellung betrifft alle

Auch Männer sind ausdrücklich eingeladen, sich an den Frauen-Aktionswochen zu beteiligen. Gleichstellung ist keine Einbahnstraße, sondern ein gemeinsamer gesellschaftlicher Auftrag. Ein bewusst gesetzter Programmpunkt ist daher der Workshop „Ich helf doch mit!?“ am 17. März um 18 Uhr in der Volkshochschule Neubrandenburg. In einem interaktiven Theater- und Schreibworkshop setzen sich Männer mit Fragen von Care-Arbeit, Beziehung und Rollenbildern auseinander – mit Humor, Selbstreflexion und offenem Austausch.

Die Gleichstellungsarbeit der Vier-Tore-Stadt richtet sich grundsätzlich an alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Lebensmodell oder persönlichem Hintergrund. Sie umfasst Themen wie Chancengleichheit im Beruf, Vereinbarkeit von Familie und Arbeit, Schutz vor Gewalt, gesellschaftliche Teilhabe sowie den Abbau struktureller Benachteiligungen. Vor diesem Hintergrund plant die Gleichstellungsbeauftragte im Herbst 2026 erstmals auch eine Männer-Aktionswoche, die gezielt Raum für Austausch, Reflexion und neue Perspektiven bieten soll.

Spenden für das Frauen- und Kinderschutzhaus

Viele Veranstaltungen sind kostenfrei zugänglich. Für einige Angebote ist aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlen eine Anmeldung notwendig. Das vollständige Programm, das ich hier anhänge, ist auch im integrierten Veranstaltungskalender der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg unter folgendem Link verfügbar: www.neubrandenburg.de/frauenaktionswochen. Ein zentrales Anliegen bleibt die Solidarität: Eintrittsgelder und Spenden kommen dem Neubrandenburger Frauen- und Kinderschutzhaus zugute.