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Auf Initiative der AG Kriegsgräber der Europaschule in Rövershagen werden am 10. März 2026 die ersten Stolpersteine in Wesenberg verlegt. Stolpersteine erinnern europaweit an Verfolgte des Naziregimes – in Wesenberg nun an die Schicksale von Paul Kracht, Frieda Winks und Johann Winks, die Zeugen Jehovas waren bzw. der Religionsgemeinschaft nahestanden.
Paul Kracht kam nach einem KZ-Aufenthalt 1938 in die Heilanstalt Domjüch und dort ums Leben. Frieda und Johann Winks waren 1937 wegen der Ausübung ihres Glaubens vom Schweriner Sondergericht zu Haftstrafen verurteilt worden, die sie in Bützow-Dreibergen verbüßten. Nach dem Verbot der Zeugen Jehovas in der DDR 1950 kam Johann Winks erneut für zwei Jahre nach Bützow-Dreibergen in Haft. Sein Sohn Fritz Winks wurde im gleichen Prozess zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt.
Am gestrigen Montag traf Wesenbergs Bürgermeister Steffen Rissmann sich nun mit dem Historiker Falk Bersch und mit Hans Jürgen Behrens von der Gemeinde der Zeugen Jehovas Rheinsberg, um den Verlegeort der Gedenkzeichen festzulegen.