Schlagwörter
Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow, Potenzialflächen, Stellungnahme, Tesch, Windkraftanlagen

Bürgermeister Henry Tesch stellt klar, dass die Stadt Mirow keine ihrer Flächen zur Nutzung für Windkrafträder verkauft. „Hintergrund der erneuten Stellungnahme ist“, so Henry Tesch, „dass die Einwohnerinnen und Einwohner vermehrt seit Wochen und Monaten darüber berichten, dass ein Unternehmen unterwegs ist und versucht, Eigentümer zu ködern und zum Verkauf ihrer Flächen zu bringen, um diese Flächen einzureichen zur Errichtung von Windkraftanlagen.
Möglicherweise beabsichtige man auch seitens dieses Unternehmens darauf hinzuwirken, Anträge auf eine sogenannte Zielabweichung nach dem Raumordnungsgesetz bei der obersten Landesplanungsbehörde zu stellen.
Die beiden Flächen, um die es sich jeweils zwischen Mirow und Leussow handelt, siehe Foto, sind seitens des Regionalen Planungsverbandes nicht als reine Potenzialfläche für Windenergieanlagen ausgewiesen worden, sondern mit dem Status Potenzialfläche mit besonderer Konfliktlage aufgrund Denkmalschutz. „Dieser Status muss unbedingt mindestens erhalten bleiben“, betonte der Bürgermeister.
Henry Tesch appelliert auch an die privaten Eigentümer nicht zu verkaufen. „Eine ganze Region wäre der Verlierer“, so Bürgermeister Henry Tesch. Auf diesen Zustand hatte in der gestrigen Stadtvertretersitzung auch die Mirower Einwohnerin Dr. Uta Arndt hingewiesen.
Henry Tesch ergänzte und sagte, „es macht definitiv keinen Sinn, diese elf Monsteranlagen zu errichten. Sie produzieren Strom, der in der Größenordnung vor Ort nicht gebraucht wird. Selbst Vorstandsvorsitzende großer Energieunternehmen weisen mittlerweile darauf hin, dass es sinnvoller ist, dort den Strom zu produzieren, wo er auch abgenommen wird. Zum anderen die Frage der Stromleitungen, die ungeklärt ist und die gesetzliche Situation, die ohne, dass das Windrad sich dreht, dem Betreiber die Taschen vollmacht. Zudem die Frage der Zerstörung einer lebenswerten Region, die u.a. vom Tourismus lebt.“
Hierauf hatte auch Dr. Uta Arndt einen Fokus gesetzt und zusätzlich auf die gesundheitlichen Verwerfungen in dem Zusammenhang hingewiesen.
Wie geht es weiter?
„Nach unserer Kenntnis“, so Henry Tesch, „sind die Unterlagen noch in der Überarbeitung. Die nächste Versammlung des Regionalen Planungsverbandes Mecklenburgische Seenplatte soll nun am 18. September stattfinden. Dort soll der neue Entwurf dann zur Auslegung bzw. zur Beteiligung beschlossen werden. Die Unterlagen werden spätestens am 18. September auch auf der Webseite der Raumordnung eingestellt, so dass sie von jedem eingesehen werden können. Die Sitzung ist ebenfalls öffentlich. Wer will, kann sich die Diskussionen vor Ort oder über einen Stream anschauen.“
Abschließend sagt Henry Tesch: „Wir haben in der Vergangenheit unsere Hausaufgaben gemacht und werden das auch in Zukunft im Interesse der Einwohnerinnen und Einwohner so handhaben. Wir bleiben wie immer hart am Ball.“ Bürgermeister Henry Tesch ist sich hier zudem einig mit der gesamten Stadtvertretung von Mirow.
Herr Tesch ist nach Ihrem Artikel an Populismus schwer zu überbieten, wenn er bei dem Bau der Windräder die Zerstörung einer lebenswerten Region anprangert, aber anderseits über Jahrzehnte eine die Natur und Landschaft vergewaltigende Umgehungsstraße fördert und lobpreist. Eine 7 km lange Straße durch höchst sensible Natur, welche Erholungsraum und Natur mit 7 ha Asphalt zerschneidet. Unter diesen Monstrum wird auch der Tourismus leiden. Da machen die paar Windmühlen am umfahrenen Ortsausgang ökologisch und landschaftlich auch nichts mehr aus.
Nach meiner Kenntnis wird auch der Sachverhalt falsch dargestellt, dass ein Investor der Gemeinde Land abkaufen möchte, vielmehr will dieser die Standorte von Privat und der Gemeinde für 20 Jahre pachten, die Gemeinde würde für ihre Flächen jährlich ca. 500.000€ Pacht erhalten. Viel Geld, um nachhaltig in die Kommune zu investieren und somit lebenswert für Bürger und Touristen zu sein. Die Einnahmen überträfen die aus der Kurtaxe bei weitem, vermutlich auch die aus der Gewerbesteuer.
Gemeinderat und Bürgermeister scheinen es allerdings wie eh und je vorzuziehen auf Kosten der allgemeinen bundesdeutschen Steuerzahler zu haushalten und sich Spielereien wie Schloss und Umgehungsstraße von diesen schmarotzend finanzieren zu lassen. Vielleicht wäre es für eine lebenswerte Zukunft im Gegenzug auch mal an der Zeit, als Gemeinde etwas zu geben, z.B. saubere Energie und etwas Unabhängigkeit von Energieimporten.