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Dass sich Spargel, Schinken und Nudeln offenbar gesucht und gefunden haben, wurde an dieser Stelle schon gefeiert. Aber das Edelgemüse harmoniert auch wunderbar mit Garnelen, die mir als King Prawns ins Haus gekommen sind. Dazu diesmal keine Kurznudel, sondern Spaghetti, und schon wieder wurde in der Strelitzius-Küche gespargelt. Was für eine geile Zeit, um mir die Liedzeile mal borgen zu dürfen!

Auch auf die Gefahr hin, mir den Zorn aller Spargelbauern im Umkreis zuzuziehen, auch diesmal habe ich auf die grünen Stangen gesetzt und die weißen Verwandten ignoriert. Ich kann aus geschmacklicher Erfahrung nicht anders, auch wenn ich mich als Regionalpatriot immer ein bisschen wie ein Nestbeschmutzer fühle.

Die 300 Gramm Spaghetti habe ich bissfest gekocht und in einem Sieb abtropfen lassen. Dann habe ich in einer Wokpfanne in reichlich Knoblauchöl 225 Gramm King Prawns angebraten, die mundgerechten Spargelschaftstücken, ein Bund Spargel war am Start, hinzugetan und alles sieben Minuten garen lassen. Dabei habe ich immer wieder durchgerührt, zwischenzeitlich zurückhaltend gesalzen und kräftig gepfeffert. Bei weiteren drei Minuten Hitze unterm Wok durften die Spargelspitzen und ein Dutzend halbierte Datteltomaten dabei sein. Schließlich habe ich die Pasta in den Kessel gebracht, alles noch drei Minuten bei starker Hitze durchmischt und zu Tisch gebracht.

Und noch ein bisschen Pfeffer über dem Essen zermahlen. Zuvor hatte ich einen Abstecher zu meinem Hochbeet gemacht und ein paar Blätter Basilikum sowie ein paar Stängel Petersilie gezupft. Die haben das Gericht dekorativ abgerundet. Natürlich kann zusätzlich geriebener Hartkäse gestreut oder/und ein wenig Worcestersauce gespritzt werden. Wie so häufig, ist auch diesmal das Einfache das wirklich Gute. Die Mundwinkel zeigen schon beim ersten Gabelbissen nach oben, garantiert In diesem Sinne, lasst es euch schmecken. Morgen gibt es bei Strelitzius übrigens Wildlachs. Man liest sich!