Schlagwörter
KZ Ravensbrück, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow, Tagebuch, Todesmarsch, Unteres Schloss, van Beem

Hans van Beem erzählt die Geschichte seines Großvaters am 1. Mai um 10.30 Uhr im Unteren Schloss in Mirow. Im April 1945 trieb die SS über 20.000 Menschen von Ravensbrück aus auf die Todesmärsche, die durch die Kleinseenplatte führten. Unter ihnen der Niederländer Johan van Beem. Nach der Befreiung, auf dem Heimweg, gelangte er nach Mirow. Schwer krank, fand er Hilfe in der Strelitzer Straße 27. Trotz aller damals möglichen Pflege starb er kurz darauf am 20. Mai an den Folgen der KZ-Haft und wurde im Massengrab auf dem Mirower Friedhof beerdigt.
Über seine Zeit in Mirow erfahren wir aus einem Tagebuch, in dem er seine Rückkehr festhalten wollte. Es beginnt am 10. Mai und endet wenige Tage später. Heute ist es in der Dauerausstellung des ehemaligen KZ Ravensbrück zu sehen. Hans van Beem, Johans Enkel, hat dessen Lebens- und Leidensweg erforscht.
Friederike Gehrmann, Leiterin der Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald, führt in das Thema ein. Die Veranstaltung wird von der Arbeitsgruppe Ortsarchiv Mirow vorbereitet in Verbindung mit der Stadt Mirow und mit freundlicher Unterstützung der Buchhandlung Schmitt in Mirow. Der Eintritt ist frei.