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Wer meine Rezeptveröffentlichungen regelmäßig verfolgt, kennt sich auch in meinem Kühlschrank aus. Ein bisschen unheimlich, aber wahr. Tatsächlich harrte da noch ein halber Spitzkohl seiner Verwendung. Für den Restling habe ich mir heute einen ganz besonderen Einsatz ausgedacht. Und zugleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn mein Dampfgarer guckte mich arg vernachlässigt schon derartig scheel an, dass er nicht mehr zu ignorieren war. Was lag also näher, als mal einen Kohleintopf in selbigem zu produzieren.

Ich habe den ungelochten großen Behälter nacheinander mit dem kleingeschnittenen Kohl, den Scheiben einer überaus stattlichen Karotte, sprich Möhre, sowie einer mittelgroßen Zwiebel, einer entkernten und gehackten grünen Pfefferschote und vier kleinen, gewürfelten Tüften, also Kartoffeln gefüllt. Dazu kamen 500 Gramm Kassler, auch in Würfelform. Alles wurde gut durchmischt, mit einem halben Liter Gemüsebrühe überfüllt, sparsam gepfeffert und gesalzen und bei 100 Grad 25 Minuten in den Dampf geschoben. Zeit genug, um mit TSG-Trainer Thomas Franke ein Telefoninterview zu führen und den heutigen Spielbericht grob fertigzustellen. Aber, das nur nebenbei. Man kann sich zwischendurch auch auf die Couch legen und ein Sudoku lösen. Oder noch ganz andere Sachen machen. Dampfgarer fetzt in jedem Fall. Stressfaktor Null.

Nach dem Auffüllen habe ich das Gericht noch mit einem Klacks Skyr gekrönt und mit Petersilie bestreut. Lecker Essen, fand auch die Holde, und so simpel. Die Zutaten haben sich gesucht und gefunden. Wir lernen: Zum Eintopf gehört nicht unbedingt ein Topf. Guten Appetit!