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Kulturquartier, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, St. Martin, Stadtkirche, Umzug

Am kommenden Montag, den 11. November, laden die Kirchengemeinden von Neustrelitz um 17 Uhr zu einem ökumenischen St. Martinsfest in die Stadtkirche Neustrelitz ein. Bei der Andacht führen Kinder das Martinsspiel auf und die Martinshörnchen werden geteilt. Es werden Spenden für die Arbeit der Tafel Neustrelitz e.V. gesammelt.
Anschließend sind alle Teilnehmenden zu einem Laternenumzug durch die Innenstadt bis zum Kulturquartier eingeladen, wo das Martinsfest im Garten ab 18 Uhr bei Posaunenmusik, Gegrilltem, Punsch und Glühwein ausklingt.
Alljährlich wird am 11. November der Martinstag gefeiert. Martin von Tours (316/317 bis 397) gehört zu den beliebtesten Heiligen der katholischen Kirche und ist auch für die evangelische Tradition von großer Bedeutung. Vielerorts im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg und im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis laden Kirchengemeinden am Montag, 11. November, und an den Tagen davor und danach – oft mit weiteren Partnern – anlässlich des Martinstags zu Andachten, Festen und Laternenumzügen ein.
Aufgrund guter Taten heiligggesprochen
Martin von Tours war römischer Offizier und nach seiner militärischen Dienstzeit Bischof von Tours. Aufgrund seiner zahlreichen guten Taten wurde er heiliggesprochen. Berühmt ist der Heilige Martin vor allem für die Teilung seines Mantels mit einem Bettler. Es wird erzählt, dass Martin, als er in Amiens als Soldat stationiert war, im Winter des Jahres 334 vor den Toren der Stadt einem frierenden, nur spärlich bekleideten Mann begegnete. Martin zerteilte seinen Offiziersmantel mit dem Schwert, gab die Hälfte dem Frierenden und erwies ihm so sein Mitgefühl. In der darauffolgenden Nacht träumte Martin von einer Begegnung mit Jesus, der wie der Bettler den halben Mantel trug.
Das Traumerlebnis symbolisiert ein biblisches Wort Jesu aus dem Matthäus-Evangelium: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40). Vor allem aufgrund der Geschichte von der Teilung des Mantels gilt Sankt Martin bis heute als Botschafter christlicher Nächstenliebe. Der 11. November ist Martins Gedenktag, da der Heilige an diesem Tag im Jahr 397 beigesetzt wurde. Im Zusammenhang mit Martins Barmherzigkeit mit dem Bettler am Stadttor steht auch das vielseitige Brauchtum, das von heutigen Christen am Martinstag gepflegt wird. Dazu zählen neben dem Laternenumzug vor allem das Teilen der Martinshörnchen und das Martinsspiel, in dem die Geschichte vom Heiligen Martin nachempfunden wird.
