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Burgfest, Burgverein, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Wesenberg

Meine Freunde vom Wesenberger Burgverein haben mir noch eine Nachbetrachtung zum diesjährigen Burgfest am vergangenen Wochenende geschickt, an dem ich leider nicht teilnehmen konnte. Der Bericht ist zunächst auf der (Mail)-Strecke geblieben und hat mich erst im zweiten Anlauf heute erreicht.
Es wurde auch bei der 28. Auflage ausgelassen gefeiert, wie zu erfahren ist. Auftakt war am Freitag der legendäre Nachtwächterrundgang, an dem Wesenberger, Gäste und Urlauber teilnahmen. An verschiedenen geschichtsträchtigen Stationen wurde pausiert und den Erzählungen des Nachtwächters gelauscht. Es wurden Fragen gestellt und auch bei der einen oder anderen Geschichte geschmunzelt.
Anschließend begleitete Musiker Volkhard Brock die Gäste auf den Burghof, wo Stadtgründer Nikolaus von Werle vom Wesenberger Bürgermeister Steffen Rißmann den Rathausschlüssel überreicht bekam. Die Wesenberger Chöre standen mit ihrem neuen Programm „Alte Liebe rostet nicht 2.0“ in den Startlöchern. Trotz des EM-Fußballspiels sind doch etliche Musikbegeisterte der Einladung auf dem Burghof gefolgt und haben dem Chor bei seiner musikalischen Darbietung gelauscht.
Zum Abschluss am Freitag auf der Burg trat dann nochmal Volkhard Brock mit Dudelsack, Mandoline und Tinwhistle mit einem Irish-Folk-Programm auf. Die Burgschauspieler waren unterdessen für die Verpflegung der Gäste verantwortlich. Bei einer Bratwurst, einem kühlen Bier oder auch Wein genoss man die schöne Atmosphäre. Anschließend ging auf der Festwiese unterhalb der Burg bis in den Samstagmorgen mit der „Klangkultur M-V“ die Party ab.
Buntes Programm
Mit dem Einzug der Würdenträger vom Burghof zum Festplatz wurde das 28. Burgfest am Samstag eingeläutet. Nikolaus von Werle berichtete über das vergangene Jahr, was so alles in Wesenberg geschah, danach wurde der Stab an den Herold übergeben, der durch die Darbietungen führte. Anschließend sangen die Wesenberger Chöre noch einmal, und die Kitakinder führten ein wunderschönes Programm über Bienen und Frösche auf. Als Belohnung winkte den Kindern ein leckeres Softeis beim Eiswagen Winterfeldt.
Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Clown Riesibisi animierte die kleinen Besucher zum Mitmachen, die Gruppe „Hinterhof“ ließ mittelalterliche Klänge über den Platz klingen, die „Nichtbrüder“ unterhielten das Publikum zur Kaffeezeit mit Comedysongs. Um 16 Uhr war es dann soweit – das Burgschauspiel „Nicos Rache“ wurde aufgeführt. Der Applaus ging leider im Starkregen unter. Zum Glück waren ein paar große Zelte aufgestellt. Im Anschluss folgte die Prämierung der besten Gewänder. Im nächsten Jahr wünschen sich die Veranstalter mehr Mutige, die in Gewand kommen! Als die Country-Band „Truck-Line“ mit der Linedancegruppe „Castle Dragons“ aus Wesenberg auftrat, meinte das Wetter es auch nicht gerade gut, aber davon ließ sich keiner beirren.
Zur Verlosung alle wieder da
Einige Wesenberger trieb es bei dem Regen nach Hause, aber pünktlich zur Hauptpreisverlosung um 19 Uhr waren alle, die auf einen Hauptgewinn hofften, wieder auf dem Burgfest. Tolle Preise gingen über die Bühne – dies ist jedes Jahr ein Höhepunkt. Nach der Verlosung gab es Live-Musik mit „GehRock“, in Abwechslung mit Klangkultur M-V. Über den Tag verteilt, gab es immer wieder Auftritte der tschechischen Rittergruppe „Vitkovci“ unter anderen mit einer Feuershow. Bereits ab 11 Uhr war ein Kleinkunsthandwerkermarkt auf dem Spielplatz der Burg zu besuchen – wo reges Treiben zu verzeichnen war. Der krönende Abschluss war das Burgfeuerwerk, bevor dann mit der Band „GehRock“ und der Klangkultur M-V erneut bis in die Morgenstunden gefeiert wurde.
„Wir möchten uns bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass das 28. Burgfest wieder ein Erfolg wurde“, schreibt Jana Storbeck im Namen des Burgvereins. „Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Sponsoren aus und um Wesenberg. Wir, der Burgverein Wesenberg, freuen uns über jeden, der aktiv am Gestalten des kulturellen Lebens in Wesenberg mitwirken möchte – jeder ist herzlich willkommen. Die Burgschauspieler suchen auch Nachwuchs, wie bereits Nikolaus von Werle am Samstag verkündete.“





















